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14/10/2015

Smartphonesucht

Ein Griff ins Leere: Fotograf inszeniert den Alltag ohne Smartphone

Eric Pickersgill

Technologische Neuerungen wurden schon immer nicht bloß euphorisch empfangen, sondern auch stets kritisch beäugt. Und so preisen Enthusiasten Smartphones zwar für die Ermöglichung von mehr Flexibilität und nahezu grenzenloser Erreichbarkeit, Skeptiker hingegen sehen die direkte, persönliche Kommunikation und die damit verbundene Soziabilität gefährdet.

Auch Eric Pickersgill reflektiert über diesen Aspekt. Fernab von seinem Zuhause kellnert der frisch verheiratete Fotograf in einem kleinen Café in New York. Von Heimweh geplagt, beobachtet er auf Arbeit eine Familie, die sich zwar physisch nah ist, aber dank neuester Technology mental in unterschiedlichen Welten schwebt. Nur die Mutter sitzt ohne Smartphone am Tisch und piekt lethargisch in ihrem Omelett. Dieses Dilemma müsste doch in Bildern festzuhalten sein, ohne dabei die abgelichteten Menschen bloßzustellen, denkt sich Eric. Aber wie?

Wieder zuhause angekommen, kommt ihm im heimischen Bett dann die zündende Idee: In den Schlaf sinkend, fällt ihm das Smartphone aus der Hand. Als er die Augen öffnet, stellt er fest, dass das Gerät sich zwar nicht mehr in seiner Hand befindet, diese aber immernoch so geformt ist, als würde sie es halten. Es wirkt beinah so, als hätte jemand das Mobiltelefon unbemerkt entfernt. Damit steht mit der Idee zur Fotostrecke auch gleichzeitig der Titel: „Removed“. Wieso die Wirkung der Bilder so stark ist, erklärt sich Eric folgendermaßen: „The absence of the device points to it more so than if it were present.“ Aber urteilt doch am besten selbst.


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Snoopys

Die komplette Fotostrecke findet ihr auf www.removed.social und weitere Arbeiten von Eric Pickersgill auf Instagram.

 

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.

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