Business Punk Rogers

17/02/2017

Maggie Rogers

„Ich will noch mit 60 Jahren aufwachen und Songs schreiben.“

Die 23-Jährige Maggie Rogers durfte im Rahmen ihres Musikstudiums an der NYU Pharrell Williams einer ihrer Songs vorspielen. Als Williams ihren Song „Alaska“ hörte, verschlug es ihm die Sprache – das Video der Szene wurde millionenfach angesehen. „Alaska“ wurde auf Spotify mittlerweile über 21 Millionen Mal gestreamt, Maggie Rogers weltweit von renommierten Medien in den Himmel gelobt. Heute erscheint ihre neue EP „Now That The Light Is Fading“. Wir haben mit Maggie über ihr Treffen mit Pharrell, ihr erstes Instrument und über ihre Pläne für die Zukunft gesprochen.

Ich nehme an du wusstest nicht, dass der Überraschungsgast Pharrell sein wird?
Nein, das wusste ich nicht.

Was hast du gedacht und gefühlt als du neben Pharrell saßt und er dir sagte, was er über „Alaska“ denkt?
Ich hatte so etwas wie einen Blackout, es war einfach so verrückt. So viel fühlt sich seit diesem Moment an als sei es nicht echt. Ich war einfach nur – ich denke man konnte es in meinen Augen sehen – ein bisschen geschockt. Definitiv nicht das, was ich erwartet hatte. Ich habe einfach so unglaublich großen Respekt vor ihm.

Kannst du dich daran erinnern was direkt nach der Pharrell-Sache geschah?
Ich bin rausgegangen und wusste wirklich nicht was ich machen soll, also rief ich meine Eltern an und meinte nur „Ich glaube etwas ist gerade passiert“. Und trotzdem wusste ich nicht was passieren wird. Ich rief sie also an und sagte „Ich habe Pharrell meinen Song gezeigt und er mochte ihn wirklich“. Und sie sagten „Yeah, das ist super“. Und ich: „Okay, ich gehe jetzt Mittagessen, tschüss“. Dann bin ich eine Weile durch Chinatown gelaufen und hing mit Freunden ab um Musik zu machen. Also sehr normal. Ich wusste wirklich nicht, welche Konsequenzen das haben wird.

Also hast du nicht gespürt, dass das der Beginn von etwas großem ist?
Nein, wie könnte ich auch? Die Leute fragen immer „Also du und Pharrell, ihr seid befreundet?“. Und ich sage dann „Nein, du siehst alles in diesem Video, mehr war da nicht“.

Hat er dich danach irgendwie unterstützt?
Er hat die Musik auf Twitter gepostet, aber das war´s. Er war sehr großzügig auf Twitter.

Trotzdem schön.
Ja, total krass.

War es das Verrückteste, was dir im Leben passiert ist? Oder hast du etwas noch verrückteres erlebst?
Na klar. Das ist auf jeden Fall das verrückteste, was mir passiert ist. Ich weiß nicht wie verrückt dein Leben ist?

Wie hat sich dein Leben seitdem verändert?
Es war sehr normal, bis es eben sehr komisch wurde. Ich machte meinen Abschluss im Mai und dann ist einige Monate nichts passiert. Ich hatte nicht erwartet, dass sich die Dinge so stark ändern, aber ich beendete die Uni, was auch so schon eine große Veränderung mit sich brachte. Und jetzt hat sich einfach alles geändert – wie bei jedem anderen der seinen Abschluss macht und anfängt zu arbeiten. Es ist einfach so passiert, dass die Arbeit die ich mache die einzige Arbeit ist, die ich immer machen wollte. Also bin ich einfach sehr glücklich. Superglücklich.

Bevor dieses Pharrell Ding passierte: Was war dein Plan für die Zeit nach deinem Abschluss?
In meinem Song „Dog years“ nehme ich Bezug auf das Jenseits. Der Refrain geht so „We will be alright in the afterlife.” Ich schreibe an meine Freunde und Menschen die ich liebe, aber das Jenseits ist eine Art Metapher für die Zeit nach meinem Abschluss. Ich arbeitete an der Musik und plante einige Songs rauszubringen, aber das habe ich schon immer gemacht. Es hat sich viel geändert, aber vielen ist auch gleich geblieben. Als das Video dann viral ging war ich zu Besuch bei meiner Familie in Maryland.

Während ich meinen Laptop geöffnet hatte änderte sich gerade alles. Aber die Dinge änderten sich im Internet. Als ich meinen Computer ausschaltete schlief ich in meinem Kinderzimmer, da hatte sich nichts geändert. Deshalb bin ich jetzt auch sehr aufgeregt darüber live zu spielen. Ich will meine Musik mit Menschen teilen die echt sind, nicht nur im Internet.

Hast du davor schon live gespielt?
Klar, ich habe in einigen Band gespielt. Ich habe das Banjo in einer Folk Band gespielt, Gitarre und Bass in Rock Bands: Das ist mein ganzes Leben. Es ist für mich sehr aufregend, ich habe diese Musik gemacht um sie live zu spielen. Für mich ist es gerade am wichtigsten mir immer wieder neue Herausforderungen zu stellen: Momentan ist es die Musik live zu spielen. Da frägt man sich dann: „Was mache ich mit meinem Körper wenn ich kein Instrument zum festhalten habe?“ Das ist sehr interessant.

Was war dein erstes Instrument?
Ich habe Harfe gespielt. Total bizarr. Ich habe sie gesehen und fand sie total schön, so groß, so einzigartig.

Wie alt warst du da?
Vermutlich sieben oder acht. Das hat mich dann auch zum Klavierspielen gebracht. Die Harfe ist eine Art Klaviergitarre.

Den zweiten Teil des Interview gibt es auf der nächsten Seite.

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