serviceplan france

21/04/2017

Verkehrssicherheit

Diese Verkehrsbehörde wirbt mit Schockmomenten für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr

Laut der französischen Verkehrssicherheitsbehörde DRIEA sterben jährlich mehr als 4500 Fußgänger in Paris bei Verkehrsunfällen. Obwohl es zahlreiche Spots, Plakate und Präventionsmaßnahmen gibt, scheint es noch nicht in allen Köpfen angekommen zu sein, dass man mit wachsamen Augen durch die Stadt gehen sollte. Aber: Wer nicht hören will, muss eben fühlen. Das dachte sich auch die französische Behörde und holte sich kurzerhand die Kreativagentur Serviceplan ins Boot, um eine einzigartige Out-Of-Home-Kampagne zu starten, bei der die Passanten am eigenen Leib zu spüren bekommen, was Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr für Konsequenzen haben könnte.

Interaktives Billboard fängt Schockmoment ein

Im Mittelpunkt der Kampagne mit dem Titel „Virtual Crash Billboard“ steht eine interaktive Billboardfläche, die Serviceplan und DRIEA Ende März an einem Fußgängerüberweg in einer viel befahrenen Straße in Paris aufgestellt haben. Diese funktioniert wie folgt: Immer wenn ein Passant bei Rot eine Kreuzung überquert, wird über einen Bewegungsmelder ein Lautsprecher aktiviert und schrille Bremsgeräusche von Autos eingespielt. Just in dem Moment des Schocks wird ein Foto von dem Passanten gemacht und direkt auf einen digitalen Screen übertragen. Die Message, die dann für die unachtsamen Flaneure auf der Anzeige erschien, ist mehr als deutlich: „Gehen Sie nicht das Risiko ein, dem Tod ins Auge zu blicken. Achten Sie beim Überqueren der Straße auf die Ampeln.“

Das Ziel der Kampagne ist klar: Hier soll ein dauerhafter Lerneffekt erzeugt werden – und zwar durch das Erleben einer Schocksituation, die einen für das eigene Verhalten sensibilisieren soll.

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.

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