Diese beiden Gründerinnen erfanden einen männlichen Co-Founder, um ernst genommen zu werden

Als Penelope Gazin und Kate Dwyer vor einem Jahr ihr eigenes Startup, den Online-Marktplatz Witchsy, gründeten, wussten sie schon, dass es nicht unbedingt einfach sein würde. Man kennt ja die Geschichten aus dem Valley. Doch dass sie von männlichen Kunden und Dienstleistern nicht ernst genommen wurden, aus dem einfach Grund, weil sie Frauen sind – damit hatten sie nicht gerechnet. Das änderte sich allerdings sofort, als beiden einfach einen männlichen Kollegen erfanden. Denn: Mit ihrem neuen, fiktiven Mitgründer Keith Mann lief es direkt besser. „Ich musste tagelang auf eine Antwort warten, aber Keith bekam nicht nur Antworten, sondern wurde auch noch gefragt, ob es sonst etwas gebe, mit dem man ihm helfen könne“, erzählt Dwyer dem Magazin Fast Company.

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Außerdem seien sie häufig plump mit „Hey Girls“ angesprochen worden, während bei Keith direkt der Name benutzt wurde. Doch geärgert haben sich die beiden Power-Girls nicht – im Gegenteil. Es habe sie nur noch mehr angespornt und motiviert. Und dass es auch ohne Mann an der Seite klappen kann, beweisen die Zahlen: Laut eigenen Angaben sei Witchsy gut angelaufen und habe sogar schon im ersten Jahr einen kleinen Gewinn abgeworfen.

Und falls ihr euch nun fragt, was mit dem armen Keith passiert ist: Den haben die beiden Gründerinnen inzwischen in den Ruhestand geschickt. Ihr Startup leiten sie jetzt wieder offiziell zu zweit – und zwar erfolgreich.

Dass Sexismus auch gerade in der Arbeitswelt existiert, zeigen zahlreiche andere Beispiele. Ein äußerst pikanter und prominenter Fall ist zum Beispiel dieser.


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