Fünf Gründe, die dir nahelegen: Du solltest den Job wechseln

Gegen Jahresende ziehen wir gerne Bilanz. Bin ich mit den letzten zwölf Monaten zufrieden? Und vor allem: Wie geht es für mich beruflich im neuen Jahr weiter? Nicht selten markiert der Jahreswechsel auch einen beruflichen Neubeginn. Für diejenigen, die mit einem Jobwechsel liebäugeln, sich aber nicht ganz sicher sind, ob dies auch eine gute Idee ist, kommen hier fünf Gründe, die einen Neustart im Job nahelegen:

#Null Aufstiegschancen

Seit Jahren gibst du 100 Prozent und mehr. Schiebst Überstunden, beherrscht das Tageswerk wie aus dem Effeff – und so langsam hättest du durchaus Lust, neue Tätigkeitsfelder im Unternehmen kennenzulernen. Sprich: Den nächsten Schritt in deiner Karriere zu tun. Aber nichts da. Entweder man übergeht dich schon seit Jahren, indem die Position vor dir mit Neueinstellungen besetzt wird, oder aber man hat dir bereits zu verstehen gegeben – und du hast es nur noch nicht kapiert – dass deine aktuelle Position das Ende der Fahnenstange für dich bedeutet. Man traut dir scheinbar nicht mehr zu. In diesem Fall: Pack deine Sachen und raus aus der Stagnation. Der Karriereschub kommt hier erst mit dem Jobwechsel.

#Langeweile

Banal, aber wahr: Du leiert deine acht oder mehr Stunden im Akkord runter, und du hast dabei immer größere Mühen nicht mit dem Kopf auf den Tisch aufzuschlagen. Denn: Die Arbeit ist mittlerweile so gähnend langweilig, dass du jederzeit einschlafen könntest. Irgendwie auch normal. Seit Jahren immer das Gleiche. Import. Export. Wtf. Zeit für neue Herausforderungen. Die Überwindung ist hier das größte Hindernis. Beweg dich aus deiner Komfortzone heraus und lerne neue unternehmerische Umgebungen, neue Strukturen, neue Kollegen und Inhalte kennen. Erfahrungen sammeln hat noch niemanden geschadet.

#Das Unternehmen befindet sich im Sinkflug

Du merkst schon seit längerer Zeit, dass es im Betrieb nicht mehr ganz so rund läuft. Die Aufträge werden weniger, die eisige Stimmung bei der Weihnachtsfeier war ein Denkzettel für die gesamte Belegschaft. Was also tun? Komm deinem Arbeitgeber zuvor und sag auf Lebewohl, bevor der Laden dicht macht. Was soll´s. Unternehmen kommen und gehen. Die Entscheidung rechtzeitig die Zeichen erkannt zu haben, wird dir später hoch angerechnet werden – auf jeden Fall besser als eine Kündigung. Also: Machen.

#Stress

Okay. Im Zeitalter der High-Performance und Extrameile soll man sich ja nicht gleich beschweren. Aber genug ist genug. Regelmäßige Überstunden, Verfügbarkeit während des Feierabends und auch noch am Wochenende schuften sind auf Dauer nicht zu ertragen. Und natürlich schlecht für deine Gesundheit. Ergo: Entweder das Gespräch mit deinem Vorgesetzten suchen und für klare Verhältnisse sorgen, oder den Job an den Nagel hängen. Es ist gut im Beruf gefordert zu werden, und seine Grenzen auszutesten, aber permanente Überforderung ist ein No-Go. Und zeigt dir auch, dass du deinen Vorgesetzten gleichgültig bist oder diese null Empathie haben. Beides ein Grund bye bye zu sagen.

#Unterforderung

Ja, es geht auch in die andere Richtung. Natürlich kannst du auch systematisch unterfordert werden. Buchhaltung ist zwar ganz nett und wichtig für den Betriebsablauf, aber es darf zwischendurch auch etwas mehr sein. Das hat nichts mit Langeweile zu tun. Langeweile stellt sich bei vielen erst nach einer gewissen Zeit ein. Unterforderung ist dagegen: In Arbeitsvertrag gemeißelte Langeweile. Mag sein, dass man sich damit eine Zeitlang arrangieren kann, früher oder später aber heißt es dann aber doch: Zeit für einen Jobwechsel.


René Krempin

René hat irgendwas mit digitalen Medien studiert, sollte also für die Zukunft bestens gewappnet sein. Nach mehreren anderweitigen, aber misslungenen Berufsorientierungen musste er endgültig einsehen: Journalismus ist und bleibt leider geil. In seiner Freizeit verbringt er am liebsten jede Minute auf dem Bolzplatz.

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