„die cops ham mein handy“ ist das moderne Kabale und Liebe

Eindrücklich beschreibt Lukas Adolphi, ein Graphikdesigner und Künstler aus Leipzig, wie er vor Monaten ausgeraubt wurde: „Vor mir stehen zwei Typen. Ich schätze, sie sind jünger als ich. Vielleicht 16, 17 Jahre alt. Der Typ, dessen Hand sich in meinen Nacken krallt, ist klein und stämmig. Sein Kompanion ist etwas größer und schlacksig. Der Kleine wiederholt: ‚Dein Geld!'“

Monate, Zeugenaussagen und eine Gerichtsverhandlung später, wird sein Handy, das ebenfalls Beute des Überfalls wurde, von der Asservatenkammer freigegeben, er erhält es zurück. Als Adolphi es anschaltet, bemerkt er, dass die Diebe es anscheinend privat benutzt hatten: Alle gesendeten und empfangenen Nachrichten waren darauf gespeichert. Und die Chatverläufe sind eine Goldgrube in Sachen Dramaturgie, es geht um Sex, Liebe und Geld. Der Cast:

Kurzum: Adolphi beschloss, die Nachrichten als Buch zu veröffentlichen. Es trägt den poetischen Titel „die cops ham mein handy“ und ist vielleicht das moderne Pendant zu Schillers „Kabale und Liebe“.

Die erste Auflage ist bereits vergriffen, eine Zweite kann hier bestellt werden. Lukas Adolphi hat uns erlaubt, einige Auszüge zum Buch als Leseprobe zu veröffentlichen. Viel Spaß also mit „Tag 1“:

Das Drama in Auszügen.

 


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