Dieses Dorf in den Niederlanden soll sich komplett selbst versorgen

Die Weltbevölkerung wächst und wächst und wächst. Bis 2050 sollen laut der UN rund zehn Milliarden auf der Erde leben. Geht man von dem bisherigen Ressourcenverbrauch aus, würde es dann nach einer Prognose des WWF drei Erden benötigen, um den Bedarf aller Menschen zu decken. Ein Projekt, das einen Weg zeigt, dieser Entwicklung entgegenzusteuern, ist „Regen Village„. Dieses regenerative Dorf, das in der Nähe der niederländischen Stadt Almere geplant ist, soll komplett autark funktionieren.


Veranwortlich für das Selbstversorger-Dorf sind der US-Amerikaner James Ehrlich und das dänischen Architektenbüro “Effekt“. Ihre Vision sieht so aus: Ein Dorf, das unabhängig von der Weltwirtschaft ist und dessen Bewohner alles selbst produzieren, was sie verbrauchen. Um diese Idee zu realisieren, haben sie das Konzept einer hocheffizienten, fast kompletten Kreislaufwirtschaft entworfen: Alle Bereiche, also Nahrungsmittel-, Wasser-, Abfall- und Energieversorgung, sind in Zyklen integriert.

Wie das genau funktioniert? Das Dorf hat alle möglichen Produktionstätten: Gärten, beheizte Gewächshäuser, vertikale Farmen, Viehzucht und Aquaponik – ein Kreislaufsystem aus Fischzucht und Hydrokulturen. Ein gutes Beispiel, wie das Dorf sich selbst versorgt, ist die Müllentsorgung: Der kompostierbaren Teil des Mülls wird an die Nutztiere verfüttert, der Rest des Abfalls wird für die Energieproduktion verbrannt. Diese soll zusätzlich durch Solar- und Biogasanlagen unterstützt werden.

Wer in dem Dorf leben will, muss sich bewerben: Die Idee stößt offensichtlich auf Interesse, bis jetzt gibt es schon 6.500 Anwärter auf das Leben im Zukunftsdorf. Aufgrund der hohen Beliebtheit des Konzepts planen die Macher ähnliche Projekte in Dänemark, Norwegen, Belgien und Deutschland.

 


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