Wie du bei Präsentationen bis zum Schluss die Spannung hältst

Jede Präsentation findet irgendwann ein Ende – besser früher als später. Schade nur, wenn das Publikum das gar nicht merkt und sich wundert, warum plötzlich das Licht angeht. Leider passiert das sehr oft, denn gerade an diesem wichtigen Punkt kannst du als Vortragender einiges falsch machen. Gelingt es dir nicht, die Aufmerksamkeit der Zuhörer am Ende noch einmal zu aktivieren, nehmen sie im schlimmsten Fall nur die Erinnerung an dünnen Kaffee und den schnarchenden Sitznachbarn mit nach Hause, nicht aber deine Thesen.

Aufmerksamkeits-Killer Nr. 1

Der häufigste Fehler, den Redner machen, ist das Ende zu früh anzukündigen: „Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich noch einmal zusammenfassen …“ Wenn an dieser Stelle die Hälfte des Publikums zu den Jacken greift und die Smartphones wieder auf laut stellt, darfst du dich nicht wundern. Du hast ihnen praktisch eine Steilvorlage geliefert, dir nicht mehr zuzuhören: „Jetzt kommt nichts wichtiges mehr, ihr habt’s fast überstanden.“

Löse nie die Spannung auf, bevor du wirklich am Ende angelangt bist. Wenn du deine Kernthesen zusammenfassen möchtest, tu es – aber gib ihnen nicht das Signal zum Aufbruch, bevor du damit durch bist.

Aufmerksamkeitsfaktor Informationsdefizit

Eine wirkungsvolle Methode, um den Spannungsbogen bis zum Ende zu halten, ist das sogenannte „Informationsdefizit“. Nichts wurmt uns mehr, als wenn wir etwas nicht wissen. Das ist wie die Möhre an der Angel, der das Pferd hinterherläuft. Hänge deinen Zuhörern die Möhre gleich zu Anfang deiner Präsentation gut sichtbar vor die Nase, nach dem Muster: „Ich habe Ihnen die Lösung für Problem XY mitgebracht, auf die Sie Ihr Leben lang gewartet haben. Wie sie aussieht, verrate ich Ihnen später.“ Diesen Teaser kannst du im Laufe der Präsentation immer wieder aufwärmen – doch die Lösung verrätst du erst ganz zum Schluss.

Ähnlich funktioniert die Methode der „unterbrochenen Geschichte“: Erzähle zum Anfang deines Vortrags eine spannende Geschichte, die die Zuhörer direkt ins Thema zieht und persönlich interessiert. Baue möglichst viel Spannung auf – brich dann aber kurz vor der Auflösung ab und halte ganz entspannt deine Präsentation. Erst am Ende verrätst du, wie die Geschichte ausgeht.


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