Fünf Dinge, die jeder Überflieger vor neun Uhr erledigt hat

Warnung: Hier folgt kein „Nach diesem Prinzip machst du deine erste Million noch vor deinem 30. Geburtstag“-Ratgeber – sorry, diese Zauberformel überlassen wir gerne den Erfolgsschamanen aus Übersee. Vielmehr: eine kleine Übersicht dazu, wie wir im Alltag fokussierter, organisierter und gesünder abliefern können – alles Attribute, denen man zurecht eine enge Kumpanei zu Überperformance und Erfolg nachsagt (vielleicht klappt es ja doch noch mit der ersten Mille). An alle Ratgeber-Interessierten also, die vor anderen niemals zugeben würden, dass sie Ratgeber-interessiert sind: Fünf Dinge, die jeder Überflieger vor neun Uhr erledigt hat. Here we go:

#Lektüre flexen

Der Klassiker an erster Stelle: Wer aufgetaut und konzentriert morgens ins Office kommen möchte, sollte sich bereits mit der kognitiven Königsdisziplin beschäftigt haben – Lesen. Denn: Lektüre flexen bringt Ruhe und Struktur in unser Denken, fördert das Allgemeinwissen, erweitert unseren Wortschatz und pimpt unser Erinnerungsvermögen. Das sind Premium-Skills, die wir alle im Survival of the Fittest-Game namens Kapitalismus gut gebrauchen können. Überflieger wie Bill Gates oder Mark Zuckerberg schwören drauf und geben sich kiloweise Buchmaterial. Gönnt euch daher eure tägliche Zufuhr an literarischem Esprit. Euer Hirn wird es euch danken.

#Liquidiere deine Pain Points

Sie belasten und nerven: Termine wie Arztbesuche oder Papierkram für irgendeine Behörde. Gerne schieben wir solche Pain Points so lange wie möglich vor uns hin – klar, machen wir dann morgen – aber ganz ehrlich? Niemals. Doch die Termine bleiben, unausweichlich. Deshalb: Her mit der Get Shit Done-Attitüde und gleich in Angriff nehmen, morgens bei der Arztpraxis anrufen, Termin vereinbaren – zack, fertig. Danach können wir uns 100 Prozent auf die Arbeit konzentrieren und stolpern nicht bei jedem zweiten Gedanken über: „Ach fuck, das muss ich ja auch noch diese Woche erledigen…“

#Rufe eine Tagesparole aus

Jede große Tat folgt einem großen Plan, dekoriert mit kriegslüsterner Parole. Was wir meinen: Die gute alte To-Do-Liste mit definiertem Schwerpunkt. Am besten ganz oldschool mit Stift und Papier und folgenden Kriterien: Was sind heute die wichtigsten Punkte? Was darf ich definitiv nicht vergessen? Außerdem: Was will ich am Ende des Tages auf jeden Fall erreicht haben? Jeder Tag sollte ein bestimmtes Ziel haben. Der Plan, und die Tagesparole, helfen uns dabei am Ende des Tages eine Art Personal Monitoring aufzustellen: Was habe ich von dem, was ich erreichen wollte, auch wirklich geschafft? Bin ich mit dem Tag, gemessen an den Zielen, zufrieden? Ergo: Entwerfe einen Schlachtplan und bleibe dabei.

#Trimm-dich-Rat

Bei den bisherigen Punkten ging es eher um geistiges Doping: Wie schalte ich meinen Kopf auf Vollbetrieb? Jetzt soll es aber um jenen Teil gehen, der unseren Kopf durch die Gegend trägt: Unseren Körper. Dieser will, ähnlich wie unser Schädel, richtig und optimal eingestellt sein. Wer morgens vor der Arbeit durch den Kiez joggt, das Laufband im Fitness-Studio poliert und die Handeln zückt, bringt seinen Organismus in Schwung, ist wacher und fitter. Natürlich ist ein Workout nach der Arbeit genauso sinnvoll. Nur: Wenn wir schon vor Arbeitsbeginn den Sport erledigt haben, fühlen wir uns ausgeglichener, da wir bereits einen wichtigen Tagespunkt abgehakt haben. Wir gehen mit einer positiven Grundstimmung ans Werk. Der Tag kann kommen, wir haben ja schon so manches erledigt.

#Lebensmittel sind Leistungsmittel

Das Offensichtlichste zuletzt: Gesunde Ernährung ist Alpha-Optimierung. Und nicht ohne Grund ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag. Hier legen wir den Grundstein für unsere Tagesform und Leistungsfähigkeit. Wer sich morgens also schon Vitamin-Bomben und sonstige, neumodische Überperformance-Substrate (sind Weizengras-Shots noch en vogue?) ballert, bekommt einen nachhaltigen Energieschub. Ein gutes Frühstück steigert unsere Konzentrationsfähigkeit und beugt einem Durchhänger im Laufe des Tages vor. Ob Vollkornbrot, Omelette oder Müsli – alles fein, hauptsache wir werden satt und haben bis zur Mittagspause eine gute, belastbare Grundlage.

Klar ist: Nicht alle Punkte lassen sich vor neun Uhr umsetzen – eher Montag dies, Mittwoch jenes. Und nicht alle haben das Privileg erst im Laufe des Vormittags ins Büro zu schlurfen. Aber immer mehr Menschen arbeiten in flexiblen Verhältnissen und können sich ihre Arbeit selbst einteilen. Von daher werden wir uns in Zukunft alle mehr Gedanken darüber machen müssen, wie wir unseren Arbeitsalltag selbst sinnvoll strukturieren. 


René Krempin

René hat irgendwas mit digitalen Medien studiert, sollte also für die Zukunft bestens gewappnet sein. Nach mehreren anderweitigen, aber misslungenen Berufsorientierungen musste er endgültig einsehen: Journalismus ist und bleibt leider geil. In seiner Freizeit verbringt er am liebsten jede Minute auf dem Bolzplatz.

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