Die 7 goldenen Regeln für virale Videos

„Lasst uns was Virales machen!“, ist der Lieblingssatz von Chefs und Geschäftsleitungen, wenn das leidige Thema Marketing die Kante des Bürotisches berührt. Klar: Virale Videos erreichen eine hohe Aufmerksamkeit, eine starke Auseinandersetzung mit der Marke und nicht selten auch ein Return On Investment, von dem Werber nachts feuchte Träume kriegen. Sarah Wood, COO des britischen Ad-Tech-Startups Unruly, hat für uns eine Liste zusammen gestellt, was es braucht, um eine erfolgreiche Video-Kampagne zu erschaffen. Sie muss es wissen, kaum eine andere Firma hat sich so viel damit beschäftigt, wer wann was klickt und warum. „Sei doch nicht immer so emotional!“ wird manchen Menschen gerne vorgeworfen, Video-Kampagnen hingegen müssen es laut Sarah Wood sein, um Erfolg zu haben. Hier sind neun Beispiele, die zeigen warum das absolut richtig ist.

1. Be Yourself. Authenticity is integral to credibility

Ein bewegender Spot, der zeigt, wie sehr das, was wir im Spiegel sehen, sich unterscheidet von dem, was andere sehen. Etwas, was wahrscheinlich jeder gerne mal ausprobieren würde.

Society is fucked up! Fragt man Teenager und Erwachsene gewinnt man den Eindruck etwas „wie ein Mädchen“ zu tun, sei es schlecht zu tun. Fragt man junge Mädchen, die zum Glück noch nichts vom Wahnsinn da draußen mitbekommen hat, sieht man, dass es auch ein anderes Verständnis geben kann.

2. Make an emotional connection to engage your audience

Wir straucheln, wir stolpern, wir fallen – nicht nur bei den ersten Gehversuchen. Und doch ist da hoffentlich immer eine Mutter, die einen wieder aufhebt und tröstet. Procter & Gamble liebt Mütter. Zurecht!

https://www.youtube.com/watch?v=xAsjRRMMg_Q

Budweiser bedeutet nicht nur Bier, sondern auch Buds, zu deutsch: Kumpel. In diesem Fall tierische Freunde, ein zuckersüßer Labrador-Welpe geht verloren und wird [Achtung Spoiler!] am Ende von seinen besten Freunden, den Pferden, gerettet.

3. Make it personal & relatable

Jeder jammert mal und klagt darüber, wie gottverdammt schwer er es hat, wie blöd sein Job ist und wie mies die Bezahlung. Nach diesem Werbespot wird sich dieses Gejammer vermutlich in Dankbarkeit verwandeln.

4. Don’t be anti-social. Empower consumers to share & interact

Die Ice-Bucket-Challenge hat allen gezeigt, wie wichtig und sinnvoll Interaktion mit dem Kunden ist – zwar ging es hierbei nicht um Produkte, sondern um eine ernste Krankheit, die wichtige Aufmerksamkeit und eine Menge Spenden gab es trotzdem.

5. Test, measure & optimise. Agility at speed & scale

Old Spice reagiert auf wunderbare lustige Art und Weise auf Fragen, Bitten und Kommentare aus dem Internet. Das reicht von einer Antwort auf die Frage „Can you die?“ bis hin zum Heiratsantrag für die Freundin, hoffentlich jetzt Frau, eines Twitter-Users.

6. Mobile is a must

Nivea schützt Kinder vor fiesem Sonnenbrand, und jetzt auch davor, am Strand verloren zu gehen. Die Eltern sind beruhigt, die Kleinen können in Ruhe spielen. Simpel, sinnvoll, Smartphone-basiert.

7. Set your Goal

Am Anfang vermutet man noch, diese Werbung wäre schön – der Schein trügt. Dem anfangs so gut gelaunten Mädchen widerfahren schreckliche Dinge, die den Zuschauer mit einem unguten Gefühl zurücklassen. Und, bei mir persönlich, den Impuls auslösen, dagegen etwas tun zu wollen.

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