Produktivität: Mit diesen vier Strategien werdet ihr zum High Performer

3. Sparsamkeitsprinzip und Produktivität

Produktivität: Mönch am Schreibtisch

Das Sparsamkeitsprinzip kann dabei helfen, die eigene Produktivität zu steigern. Das Prinzip kommt eigentlich aus der Erkenntnistheorie und kann grob auf die Aussage des mittelalterlichen Theologen und Philosophen Wilhelm von Okham vereinfacht werden: „non sunt multiplicanda entia praeter necessitatem“ („Die Zahl der Dinge darf nicht über das Notwendige hinaus vervielfältigt werden“). Heute wird dieses Prinzip vor allem in der Wissenschaftstheorie verwendet und bedeutet, dass von vielen Theorien stets diejenige bevorzugt werden sollte, die am wenigsten Zusatzannahmen benötigt und dabei immer noch mit den zugrunde liegenden Fakten übereinstimmt.

Übertragen auf den Arbeitsalltag bedeutet das, immer den Weg zur Lösung eines Problems zu wählen, der mit dem geringsten Energieaufwand einhergeht. Man sollte sich also die folgenden Fragen stellen: Gibt es eine Lösung, die gut ist, ohne zu viele Faktoren mit einbeziehen zu müssen? Welche Faktoren müssen notwendigerweise mit bedacht werden, um zu einer guten Lösung zu kommen? So werden Störfaktoren ausgesondert und die geistige Roadmap liegt klarer vor Augen.

4. Feiert eure wirren Gedanken

Schon mal einen bahnbrechenden, epochemachenden, weltverändernden Gedanken gehabt? Nein? Ist in Ordnung, die meisten anderen Menschen nämlich auch nicht. So ein iPhone fällt eben nicht einfach vom Himmel. Auch nicht als Idee in den Kopf von Steve Jobs. Obwohl, die Idee zum iPhone kam zwar spontan beim Mittagessen, aber auch dazu brauchte es bereits eine Touchscreen-Technologie, die Apple intern als „Project Purple“ bereits entwickelt hatte, weil es eine noch intuitivere Alternative zu Microsofts Stylus-Technick entwickeln wollte. Will heißen, ohne eine innovative Unternehmenskultur, scheinbar nicht zielgerichteter Vorarbeit und Konkurrenzdruck hätte es den Einfall zum iPhone so wahrscheinlich nicht gegeben. Also: Wieso nicht einfach mal machen? Schreibt all eure kleinen, wirren Gedanken auf, so zusammenhangslos sie anfangs vielleicht scheinen mögen. Nehmt dabei Input von außen auf, von was hat der Kollege noch gleich gesprochen? Lasst euch ablenken und treiben und haltet am Ende alles im Notizbuch fest. Das fördert nicht nur Kreativität, sondern lässt sich irgendwann vielleicht sogar in einem größeren Bild zusammensetzen. Plötzlich werden neue Zusammenhänge klar und schon ist die Idee für einen Pitch bei Chef geboren.

 


Julian Daum

Julian hat beruflich auf Wörter gesetzt, schreibt und liest daher oft. Meistens über Wirtschaft, Politik und Popkultur. Wohnt im Internet, geht aber manchmal raus zum Spielen.

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