Leadership & Karriere Weltklimakonferenz: Neuer VR-Film erzählt von Fidschis Kampf gegen den Klimawandel

Weltklimakonferenz: Neuer VR-Film erzählt von Fidschis Kampf gegen den Klimawandel

Steigender Meeresspiegel, extreme Wetterumschwünge, heftige Zyklone: Im pazifischen Inselstaat Fidschi leiden die Menschen bereits jetzt stark unter den Folgen des Klimawandels. Als offizieller Gastgeber der Weltklimakonferenz, die am heutigen Montag in Bonn gestartet ist, rückt der kleine Inselstaat in den Fokus der Öffentlichkeit. Denn Fidschi gehört zu den Ländern, die unter dem Treibhauseffekt besonders leiden. Seit 1993 stieg der Meeresspiegel hier pro Jahr um durchschnittlich sechs Millimeter, also fast schon 15 Zentimeter an. Wenn nichts getan wird, wird das Wasser zum Ende des Jahrhunderts vermutlich 1,40 Meter höher stehen. Und selbst wenn das Pariser Klimaabkommen umgesetzt würde, wären es noch 65 Zentimeter.

Als erster Inselstaat Vorsitz der jährlichen Weltklimakonferenz

Mit der Klimakonferenz bekommt Fidschi nun zumindest vorübergehend ein wenig mehr mediale Aufmerksamkeit: Als erster kleiner Inselstaat führt es den Vorsitz des jährlichen Klimagipfels. Dass die zweiwöchige Konferenz aber nicht im Pazifik, sondern im herbstlichen Bonn stattfindet, liegt daran, dass den Inseln für eine solche internationale Großkonferenz die Kapazitäten fehlen. In einem solchen Fall wird der Gipfel am Ort des UN-Klimasekretariats abgehalten, das seinen Sitz in Bonn hat.

Um ein wenig auf der medialen Welle mitzureiten, wurde nun im Rahmen der Konferenz auch der VR-Dokumentarfilm „Our Home, Our People“ veröffentlicht, der die Wiederaufbauanstrengungen nach den verheerenden Folgen des Zyklons Winston im vergangenen Jahr und die anhaltende Bedrohung des steigenden Meeresspiegels porträtiert.

In „Our Home, Our People“, kreiert von einem Team aus fünf Fidschianern und fünf Australiern, steht das Dorf Vunisavisavisavi und die Provinz Ra im Rampenlicht. Denn Vunisavisavisavi ist eines der ersten Dörfer auf den Inseln, in denen Häuser wegen des steigenden Meeresspiegels umgesiedelt werden. In Film wird deutlich, wie der Klimawandel die Heimat der Einwohner frisst.

Zusammengestellt und in Auftrag gegeben wurde der VR-Kurzfilm von der Weltbank. Passend dazu wurde auch ein Bericht verfasst, in dem untersucht wird, wie verwundbar Fidschi gegenüber dem Klimawandel ist, um damit erneut verstärkt auf Maßnahmen seitens der Staats- und Regierungschefs zu drängen. Denn eines ist klar: Es muss dringend etwas passieren, damit nicht noch mehr Menschen ihre Heimat verlieren und ganze Küsten völlig im Meer verschwinden.

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