Commuting: So wird sich der Weg zur Arbeit verändern

Wir arbeiten heute in Jobs, deren Bezeichnungen vor ein paar Jahren noch niemand kannte, benutzen Slack statt Email und stolpern – früher undenkbar – vielleicht sogar mal verkatert ins Office. Nur die Art wie wir dorthin kommen scheint sich nicht viel verändert zu haben: Sechzig Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendeln zur Arbeit in eine andere Stadt oder sogar ins nächste Bundesland. Da hilft auch der Traumjob mit top Kollegen und ausreichend Kaffe nicht wirklich. Aber Commuting wird sich verändern. Nur, wie? Drei vielversprechende Optionen:

Kampfansage ans Auto

76 Prozent der Pendler auf dem Land nutzen das Auto, denn regelmäßiger Öffiverkehr ist oft Mangelware. In Großstädten sind es nur 51 Prozent, wie aus einer großen Datenuntersuchung des Spiegel hervorgeht.

Aber es gibt Ideen, das auszugleichen. Das Berliner Unternehmen door2door will mit Städten und Kommunen zusammenarbeiten und On Demand Ridesharing in den öffentlichen Nahverkehr integrieren. Mithilfe eines Algorithmus werden dabei ähnliche Fahrtrouten zusammengelegt und so das Öffi-Angebot erweitert. In der niederbayerischen Kreisstadt Freyung läuft bereits ein Pilotprojekt.

Uber 2.0

Autos sharen kennen wir, geschenkt. Aber habt ihr schon mal überlegt euren Helikopter zu sharen? Mit dem Helikopterservice Voom gibt es tatsächlich eine „on-demand helicopter booking platform“, finanziert von Airbus. Bisher gibt es den Wunschtraum allerdings nur in Sao Paulo und Mexico City. Hier soll das Ganze nun auch zu einer Art Flugtaxizentrale weiterentwickelt werden. In Zusammenarbeit mit Audi werden Passagierkapseln entwickelt, die entweder mit einem Raduntersatz als Auto funktionieren oder von selbstfliegenden Drohnen angedockt und umhergeflogen werden. Geordert werden sie dann einfach per App – eben wie ein Taxi. Klingt irgendwie noch ziemlich futuristisch.

Fahren kann jeder

Fahrradfahren oder -sharen – machen alle. Viel cooler scheinen da die Run Commuters in London. Weil hier die Straßen zur Rush Hour zu verstopft für Verkehrsmittel sind, tauschen tausende Londoner morgens und abends die Businessklamotte gegen Laufschuhe. Und rennen dann eben zur Arbeit. Das geht meistens nicht nur schneller als mit Auto oder Subway, sondern ist auch gut für die Umwelt. Der Vorteil gegenüber Fahrradfahrern: Ihr müsst euch keine Sorgen darum machen, dass euer Fortbewegungsmittel am Ende des Tages weit und breit nicht aufzufinden ist. Und: Ihr habt definitiv den interessanteren Weg zur Arbeit.


Business Punk Redaktion

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