Lime-Deutschlandchef: “Die Zukunft der Mobilität muss klimaneutral sein“

Nach zahlreichen Verletzten und zwei Todesfällen in den USA haben Städte wie San Francisco oder Los Angeles nun Fahrverbote für die Leihroller ausgesprochen. Zudem gibt es in Kalifornien eine Sammelklage gegen die Verleiher. Wie wollt ihr das Problem dort lösen und vermeiden, dass solche Probleme in Deutschland erst gar nicht aufkommen?

Wir kommentieren keine laufenden Verfahren, aber die Sicherheit unserer Fahrer hat die höchste Priorität. Wir fordern unsere Nutzer bei jeder Gelegenheit dazu auf, sich an die Sicherheitsbestimmungen zu halten und verantwortungsvoll zu fahren. Zudem entwickeln wir laufend intelligente Tools in der App und in unseren Scootern, um die Sicherheit zu verbessern. Erst heute haben wir mit “Respect The Ride”, eine in den USA geförderte Kampagne für sicheres Fahren ausgerufen. Außerdem arbeiten wir früh mit Behörden zusammen, die noch keinen gesetzlichen Rahmen für E-Scooter haben und unterstützen diese mit unserer Expertise aus anderen Märkten.

Wie wird sich die Zukunft der Mobilität verändern? Welche Veränderung siehst du im Hinblick auf multimodale Mobilität?

Wir befinden uns an einem Wendepunkt, wenn es um die Reduzierung von CO2 geht. Die Menschen beschäftigen sich immer mehr mit Fragen rund um die Umwelt und die globale Erderwärmung. Um die Abhängigkeit von Autos zu verringern und sich mehr auf nachhaltige Alternativen zu konzentrieren, müssen die Entscheidungsträger in der Regierung und in den Städten ernsthaft neue, grünere und vor allem agilere Formen der Mikromobilität in Erwägung ziehen. Wenn die Luftverschmutzung und die Mobilitätsbedürfnisse in den schnell wachsenden Städten dauerhaft gelöst werden sollen, muss die Zukunft der Mobilität klimaneutral und modular sein.

Was bedeutet das genau?

Das bedeutet, dass Stadtbewohner in Zukunft nicht mehr an “die eine” Transportlösung denken, um von A nach B zu kommen. Stattdessen fahren sie mit dem E-Roller zur Bahnstation, springen danach in einen sogenannten Transit-Pod und fahren den letzten Kilometer mit dem Fahrrad oder E-Bike. Die Zukunft der Mobilität bedeutet auch, dass sich die Lebensqualität im Stadtverkehr deutlich verbessern wird, weil der Einzelne aus einer Vielzahl von Optionen frei wählen kann, wie er sich fortbewegen möchte. Es war von Anfang an die Vision von Lime, eine einfach zugängliche und erschwingliche Lösung für Micro-Mobilität zu schaffen, die die Art und Weise verändert, wie Menschen den ersten und letzten Kilometer ihrer urbanen Reise erleben. Dafür denkt Lime nicht nur an den Status Quo, sondern auch an die zukünftigen Bedürfnisse und wird demnächst weitere Details zum Einstieg ins Carsharing verkünden.


Julia Berger

Julia hat irgendwas mit Literatur, Medien & Politik studiert – ist dann aber an der Bundespräsidentschaft knapp vorbeigestolpert. Die famosen Weltherrschaftspläne mussten deswegen erstmal verschoben werden und nach ein paar kleinen Kreativpausen in Asien, Südamerika und der Agenturlandschaft ist sie nun stets bemüht als Leiterin der Digital Redaktion von Business Punk unterwegs.

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