Fünf Versicherungen, die wir jetzt brauchen, aber nirgendwo finden

Sicher: Jeden Tag schieben sich haufenweise Pressemitteilungen in unseren prall gefüllten Posteingang. Die Bearbeitung hinkt logischerweise chronisch hinterher. Als wir aber den folgenden Betreff lasen, war es um uns geschehen:

„Launch: Weltweit erste Sextoy-Versicherung“

Moment. Sextoy – klar, haben wir, benutzen wir, mögen wir. Aber jetzt gibt es eine Versicherung, die in Fällen von Beschädigung (der Hund verwechselt den Dildo mit seinem Knabber-Gadget) oder Diebstahl (Freunde waren so eifersüchtig, dass sie das teure Spielzeug einfach haben mitgehen lassen) einspringt. Ausgedacht haben sich die Versicherung der Sexytoy-Anbieter Womanizer und das Insurtech Hepster. Erhältlich soll die Versicherung ab dem 23. Februar sein.

Die Meldung haben wir zum Anlass genommen, uns die Frage zu stellen: Für welche Dinge, Themen, Gebiete, müsste es eigentlich eine Versicherung geben? Das Ergebnis folgt hier:

Die Filmriss-Versicherung

Fangen wir beim größten und akutesten Problem an: Alkoholexzesse. Wir alle sind schon mehr als nur einmal nach durchfeierter Nacht mit einem Filmriss aufgewacht. Aus einem Networking-Event wurde schnell Suff and Pitch. Am Tag danach fehlen uns nun wichtige Puzzleteile. Wie war nochmal der Name des Investors? Und überhaupt: Wie bin ich eigentlich nachhause gekommen? Taxi? Uber? Geklautes Fahrrad? Ergo: Wir bräuchten dringend eine Versicherung, bei der vergessene Szenen oder ganze Abende noch einmal nachgestellt werden.

Die Tinder-Versicherung

Es gehört heute zum guten Ton unter Singles, sich von Date zu Date zu swipen. Alleinstehende haben keine Ausrede mehr – das nächste Match liegt nur einen Wisch entfernt. Aber: Wer sich so ins Liebesglück stürzt, hat nicht nur viel Spaß, sondern auch jede Menge Unkosten. Man führt das Date aus, geht Essen, geht Trinken, geht mehr Trinken und landet später nicht selten alleine zuhause. Nicht jedes Investment lohnt sich. Daher unsere Bitte an die Welt: Eine Versicherung, die Getränkekosten ersetzt, wenn es nicht zum Beischlaf oder zumindest Folge-Date kommt.

Die Diät-Versicherung

Es gehört zum Zeitgeist, dass wir alle wie Bekloppte ins Fitness-Studio rennen, uns How-to-Videos zu gesunder Ernährung reinziehen und auf fast alles verzichten, was irgendwie den Anschein von einem ungesunden Lifestyle hat. Puh. Da kommt man schon ins Schwitzen. Frustrierend ist dabei, dass das erhoffte Ziel nicht immer erreicht wird. Sprich: Kilos verlieren und abnehmen. Was hilft? Eine Versicherung, die unsere Kosten für das Fitnessstudio und die Shakes ersetzt, wenn man doch nicht abnimmt (weil wir heimlich, ohne dass es unsere Instagram-Community weiß, nach dem Workout bei McDonalds und Co den Heißhunger-Fastfood-Junkie gegeben haben. Soll vorkommen).

Die Bürokühlschrank-Versicherung

In den Büros dieser Republik ist schon vieles versucht worden: Aufkleber auf die Joghurtbecher, Aushänge mit der Ankündigung, man werde hart und schmerzlich gegen jeden vorgehen, der oder die sich am Essen anderer vergreift. Leider hat das alles nichts geholfen. Das Thema „Wo ist mein Essen aus dem Kühlschrank?“ bleibt akut. Deshalb brauchen wir schnell: Eine Versicherung, für den Fall, dass mal wieder das eigene Essen im Kühlschrank geklaut wurde.

Die Schönwetter-Versicherung

Eigentlich klar wie Kloßbrühe: Wir sparen und fiebern lange dem Sommerurlaub entgegen und dann macht uns – wie gefühlt jedes Jahr – das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Schlechte Laune to the Max. Da hilft dann auch kein Betrinken im Hotelzimmer, wenn dunkle Gewitterwolken uns dauerhaft den Ausblick vermiesen. Daher: Her mit einer Versicherung, die immer dann greift, wenn es im Urlaub regnet und die geplanten Aktivitäten ausfallen müssen.


Business Punk Redaktion

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