In den USA soll es bald eine App für Frauen in der Werbebranche geben

400 einzelne Anfragen, um die Beta-Phase ihrer App zu testen? Das hat Aisha Hakim verwundert, wie sie in einem Tweet schreibt.

Dabei ist es eigentlich kein Wunder, dass sie jetzt von Anfragen überflutet wird. Schließlich hat sie eine App entwickelt, die ein längst bekanntes Problem lösen könnte: Frauen aus der Werbebranche sollen sich auf Fellow, so der Name der App, miteinander vernetzen, um Tipps und Ratschläge auszutauschen – also weg vom klassischen Office-Talk.

Das ist gerade in dieser Branche dringend notwendig. Im Jahr 2017 hat eine Studie ergeben, dass Frauen nur 21 Prozent der Führungspositionen besetzen und, falls es doch klappt, dennoch durchschnittlich 37 Prozent weniger verdienen. Durch Fellow könnte sich das ändern. Im Herbst 2019 soll die App in den USA starten, wahrscheinlich gibt es auch im deutschsprachigen Raum großen Bedarf.

Die App soll sich über ein Abo-Modell finanzieren, das die Unternehmen abschließen und ihren Mitarbeiterinnen zur Verfügung stellen. Ihr Mehrwehrt? Am Ende selbst davon zu profitieren, wenn Jobs erfolgreich vermittelt werden.

Hakim ist Senior Art Director bei der Agentur Venables Bell & Partners. Mit ihrem Kollegen Christoph von Ruexleben hat sie die App vor allem deswegen entwickelt, weil sie sich zu Beginn ihrer Karriere bei vielen Themen mehr weiblichen Support gewünscht hätte: Ihre männlichen Mentoren wären zwar auch super gewesen, aber bei manchen Fragen, wie beispielsweise zum Thema Elternzeit, hätten sie nicht so gute Tipps gehabt. Fellow soll diese Diskrepanz jetzt ausgleichen und Berufsanfängerinnen erfahrene Mentorinnen an die Seite stellen. Das lässt auf eine Zukunft hoffen, die ein bisschen gerechter gestaltet ist.

 


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