Parken ist Gold: Lieferheld-Mitgründer Nikita Fahrenholz baut die perfekte Garage

Wer mit Ende 20 zwei ziemlich erfolgreiche Startups hochgezogen hat, hat alles im Gründerleben erreicht? Nö, nicht der Lieferheld-Mitgründer Nikita Fahrenholz. Der hat sich eine neue Herausforderung gesucht: die perfekte Fertiggarage. Braucht niemand? Von wegen

Hat er diesen Witz schon oft gehört? Dass der Startup-Veteran, der gerade keine neuen Start­up-Ideen mehr hat, einfach die Garage selber baut, in der ja dem Mythos nach traditionell die großen Würfe entstehen sollen? Gute Frage. Man will sie Nikita Fahrenholz aber lieber nicht stellen. Denn der steht gerade in einer zugigen Fertigungshalle einer Blechbearbeitung im Süden Berlins. Fahrenholz wirkt ein bisschen angespannt und alles andere, als würde er jetzt mit so einem halb garen Einfall konfrontiert werden wollen: Termine mit dem Konstrukteur stehen an, außerdem mit dem Fertiger, zudem soll gleich eine fast 400 Kilogramm schwere Scheibe aus Sicherheitsglas an einen Prototyp der von ihm erdachten Garage montiert werden. Fahrenholz wartet in Sneakern und Pulli, die Arme verschränkt. Vor ihm ein dunkler, rechteckiger Rohbau, um ihn herum bewegen schweigende Männer große Maschinen. Keine neuen Ideen? Von wegen.

Außerdem sollte man ihm mal zuhören, wie er an diesem kalten Tag Ende Januar über sein neuestes Projekt ins Schwärmen gerät. Schwer vorstellbar, dass Fahrenholz jemals so von seinen Gründungen Lieferheld und Book a Tiger begeistert gewesen sein kann. Er sagt: „Ich renne mit der Garage offene Türen ein. Keiner sagt: ‚Kenne ich schon.‘ “

Aber im Ernst: Einer der erfolgreichsten Start­up-Unternehmer Deutschlands hat sich bewusst dazu entschieden, nicht etwa wieder ein digitales Projekt in Angriff zu nehmen, sondern eine uralte Branche zu bereichern. Seine Garage, die er unter dem Markennamen Fahrengold verkaufen wird, soll die perfekte Hülle für ein schönes Auto sein. „Da spricht man“, sagt Fahrenholz bereits ein bisschen meetingmüde, „auch schon mal sechs Stunden über eine Drainage.“

Kurzer Schritt zurück: Wir reden hier natürlich nicht von irgendeiner Garage, wir reden über ein Design, das vom Macbook inspiriert ist, „keine hässlichen Kanten oder Abflüsse“, sagt Fahrenholz. Wir reden über Temperaturregelung auf Nachkommastelle. Wir reden über Abtropfgitter, die sicherstellen, dass Regentropfen nach der Ausfahrt rasch und ohne Rückstände verdampfen. Wir reden über Show-Displays für Felgen oder gleich integrierte Bildschirme, alle Funktionen natürlich remote per App steuerbar. Wir reden auch über einen Gesamtpreis von um die 100 .000 Euro, „ein bisschen mehr, ein bisschen weniger“, wie Fahrenholz sagt. Gibt es dafür etwa einen Markt?

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