Dank Social Media zum globalen Player: So hat’s Asphaltgold gemacht

Vor elf Jahren gründete Daniel Benz Asphaltgold und etablierte damit weltweit in der Sneaker-Szene eine Institution, die nicht mehr wegzudenken ist. Dabei waren Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram die größten Marketing-Hebel, um Bekanntheit und Relevanz zu schaffen. Wir haben David Bastias, Head of Marketing bei Asphaltgold, gefragt, wie sie das gemacht haben.

Wie hat Social Media euch beim Aufbau eures Unternehmens geholfen?

Schon 2009 hat CEO und Founder Daniel Benz angefangen Facebook zu nutzen und Werbung zu schalten – damals mit der eigentlich recht simplen Idee, Schuhe am Fuß (und nicht nur mit einer einfachen Produktansicht auf weißem Hintergrund) zu zeigen. Sneaker-Magazine und Blogs haben die Fotos für eigene Beiträge mit der Verlinkung zu asphaltgold genutzt, woraufhin viele weitere Facebook-Nutzer*innen auf uns aufmerksam geworden sind. Damit haben wir uns mittlerweile eine monatliche Reichweite von knapp 2,5 Millionen aufgebaut, die natürlich nicht nur gern nach hübschen Fotos von Turnschuhen stöbern, sondern diese im besten Fall auch kaufen. Facebook und Instagram sind spätestens seit der integrierten Shopfunktion ein wichtiger Umsatzbringer.

Was sind die Vorteile einer Präsenz auf Instagram?

Neben der sehr breiten Zielgruppe sind es auch die unterschiedlichen Formate, die Instagram bietet: Während im Feed noch immer ein Maximum an Ästhetik herrscht, darf es in den Instagram Stories viel rougher zugehen. Das heißt, einfach mal die Kamera des Smartphones draufhalten und hochladen. Hier macht man sich als Unternehmen nahbar und zeigt, dass hinter asphaltgold viele unterschiedliche Charaktere stecken – alle mit viel Amore und Leidenschaft dabei. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute das mögen. Die Reichweiten und das persönliche Feedback beweisen uns das immer wieder – die Leute sehen mittlerweile lieber unsere Fratzen, als das das perfekt bearbeitete OnFeet-Foto. Das ist gleichzeitig eine unkomplizierte Möglichkeit, unsere Produkte etwas detaillierter zu erläutern und Background Storys zu erzählen.

Welche Tipps würdet ihr jungen Gründer*innen geben, die sie auf Plattformen wie Instagram beachten sollten?

Passenden Content definieren, regelmäßige Abläufe in den Arbeitsalltag integrieren und Geld in die Hand nehmen. Leider ist es heute fast unmöglich, nur mit guten Content Reichweiten zu generieren. Allerdings hat man bereits mit wenig Einsatz schnell mehr Reichweite in der richtigen Zielgruppe.

Welchen kreativen Marketing-Formate konntet ihr dank Instagram ausprobieren? 

Das erfolgreichste Format sind definitiv unsere wöchentlichen Staff Picks. Via Instagram Story stellt CEO Dani persönlich die drei wichtigsten Releases der Woche vor. Dabei wird nicht nur auf Optik, sondern auch auf den thematischen Hintergrund eingegangen: Gab es das Model schon einmal, steckt da wieder eine Zusammenarbeit mit einem Celebrity hinter, gibt es ggf. ein Raffle, weil Nachfrage sehr groß etc.

Was hat nicht so gut geklappt?

Weniger gut lief der Versuch des Gaming Clubs, bei dem wir versucht haben unsere lokalen Stores und unsere Social Media Kanäle zu verbinden. Via Facebook-Veranstaltung, Instagram und WhatsApp haben wir wöchentlich ein Gaming Turnier gehostet, bei dem Fifa oder Mario Kart gegen unsere Crewmember gespielt wurde. Die Spielregeln waren einfach zu komplex, die Wartezeiten vor Ort am Ende zu lang.

Welche anderen Brands und Persönlichkeiten inspirieren euch auf Instagram? 

Hier haben wir KITH – immer wieder starker, ästhetischer und außergewöhnlicher Content. Schöne Bilder, die die Brand perfekt definieren gibt es auf dem Account von Aime Leon Dore. Nostalgische Sneakermomente findet man auf dem liebevoll gepflegten Account von @trainer.spotting – großes Entertainment ganz ohne Werbung. Ein Must-Follow, um den neusten Heat und das Wichtigste aus Fashion und Lifestyle nicht zu verpassen: highsnobiety und hypebeast.


Business Punk Redaktion

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