Visionärinnen: Fünf inspirierende Frauen aus der IT-Branche

Felicitas Birkner – Echter Wandel kommt von innen

Head of Portfolio Management bei Fujitsu und Leiterin der Fujitsu Academy, Vorstandsvorsitzende des FA Frauen in der ITK beim Bitkom-Verband, Mitgründerin, Vorstand und VP Mentoring des Professional Women Network-Munich e.V – mit mehr Stellenbezeichnungen und Titeln als manch Kleinunternehmen im Verzeichnis hat, ist Felicitas Birkner an sich schon eine beeindruckende Persönlichkeit. Noch eindrucksvoller ist aber ihr Antrieb dabei: Als Trainerin, Business Coach und Mentorin für Change-Management und Diversity-Initiativen möchte sie zeitgemäße Arbeitsumfelder schaffen und die Gestaltung neuer Lebens- und Arbeitsmodelle voranbringen.

Für Birkner ist Mitarbeiterzufriedenheit die Grundlage einer guten Unternehmenskultur und Geschlechtergerechtigkeit eines ihrer großen Anliegen. In Zusammenarbeit mit dem Bitkom Digitalverband und dem Gremium Bildung & Beruf will die Fujitsu Academy unter Birkners Leitung mehr Frauen für Technologie begeistern und unterstützt mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung die Forschung rund um zukünftige Berufsentwicklung.

Was Unternehmer*innen von ihr lernen können: Gute Unternehmensführung muss sich dem gesellschaftlichen Wandel anpassen und mit der Zeit gehen. Für Verbesserungen braucht es aber nicht immer große Revolutionen! Anstatt das System komplett umzustürzen, können auch vergleichsweise kleine Maßnahmen die Unternehmenskultur und Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen – der richtige Antrieb ist entscheidend.

Kimberly Bryant – Unbestechlichkeit wird belohnt

Als Afroamerikanerin in einer männerdominierten Branche war Kimberly Bryant, Elektroingenieurin für Biotechnologie, während Studium und Karriere gleich zweifach unterrepräsentiert – denn afroamerikanische Frauen machen weniger als drei Prozent der Arbeitnehmenden in der Tech-Industrie aus. Um diesen Zustand zu ändern, gründete Bryant im Jahre 2011 die Non-Profit Organisation Black Girls Code. Diese vermittelt schwarzen Mädchen in Trainingskursen die Grundlagen des Programmierens – mit dem ehrgeizigen Ziel, bis 2040 einer Million jungen Afroamerikanerinnen das Programmieren beizubringen.

Bryant verliert dabei die eigenen Werte nicht aus den Augen. So lehnte sie im August 2017 eine Spende von Uber in Höhe von 125.000 Dollar ab. Die Spende erschien ihr „unaufrichtig“, allein schon, weil Uber der nicht auf schwarze Mädchen zugeschnittenen Organisation „Girls Who Code“ angeblich den zehnfachen Betrag angeboten hatte.

Im Februar 2018 ging Black Girls Code dafür eine Kooperation mit Uber-Wettbewerber Lyft ein, da hier die Unternehmenswerte besser zueinander passten. Bryant ist eine der „25 Most Influential African-Americans in Technology“, eine Frau mit großen Visionen und starken Werten, für die sie unbestechlich einsteht.

Was Unternehmer*innen von ihr lernen können: Für die eigenen Werte einzustehen lohnt sich – Geld ist verlockend, darf aber die DNA des eigenen Unternehmens nicht verraten. Die Suche nach Partnerfirmen ist nicht einfach, doch der Aufwand lohnt sich – denn nur Kooperationen mit Unternehmen, bei denen die Werte übereinstimmen, werden die Geschäftsbeziehung nachhaltig bereichern.

Fazit: Erfolgsgeheimnis? Leidenschaft und Hingabe!

Was alle diese fünf erfolgreichen Frauen gemeinsam haben ist eine Vision, für die sie mit Leidenschaft eintreten und sich dabei nicht von gesellschaftlichen Zwängen und Konformitätsdruck einengen lassen. Ob ungewöhnliche Führungsmodelle, neue IT-Lösungen, Social Entrepreneurship oder Einsatz für Diversität – Peng, Bryant und Co. verfolgen ihre Ziele mutig und bleiben sich dabei treu. Für gegenwärtige und zukünftige Unternehmer*innen bedeutet das: Klare Werte und Ziele setzen und dann volle Kraft voraus! Nur mit Hingabe an das Projekt führt die eigene Business-Idee zum langfristigen Erfolg.


Business Punk Redaktion

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