Restaurator soll wertvolles Gemälde ausbessern und verunstaltet es – zwei Mal

„Fuck, fuck, fuck fuck, fuck, fuck“ – Das waren vielleicht die Worte, die ein Restaurator in Valencia immer wieder vor sich hin fluchte, als er sah, was er getan hatte. Sein Auftrag: für 1.200 Euro ein wertvolle Kopie eines Gemäldes ausbessern. Es zeigte die Jungfrau Maria, gemalt von Bartolomé Esteban Murillo.

Er verunstalte das Bild jedoch und malte dann einfach drüber. Weil seine Skills gerade mal Grundschüler*innen beindrucken könnten, fiel das seinem Auftraggeber natürlich auf. Der Privatsammler sei „aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen“, wie die Tagesschau schreibt.

Also durfte der Verschlimmbesserer noch einmal ran. Und siehe da … Es wurde noch viel schlimmer. Jetzt soll ein Profi retten, was zu retten ist – also nicht mehr viel. Da wurde also wieder an komplett falscher Stelle gespart.

Selbst professionelle Restaurierungen machen nicht immer Freude

Doch selbst wenn man viel Geld in die Hand nimmt, um altehrwürdige Gemälde zu restaurieren, führt das Ergebnis nicht immer zu Freudentränen.

Ende Januar sorgte in Belgien die mehrere Millionen kostende Restaurierung von Jan van Eycks Genter Altar für schockierte Gesichter. Der Altar wurde 1432 fertiggestellt und im Laufe der Jahrhunderte oft restauriert und übermalt.  

Seit 2012 arbeiteten Profis mit Skalpellen und Mikroskopen daran, die Bildschichten abzutragen und dem Original zu neuem Glanz zu verhelfen. Als sie fertig waren, gab es ein Problem: Im Zentrum des Altars stand das heilige Lamm und hatte plötzlich irritierend menschliche Augen. Ein Experte verglich die Entdeckung damit, als hätte man bei der „Mona Lisa“ plötzlich einen Bart gefunden.


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