Zehn Bücher, um sich mit dem Thema Rassismus auseinander zu setzen

„Lead from the Outside: How to Build Your Future and Make Real Change“ – Stacey Abrams

Mit ihrem Buch möchte Abrams die Narrative unserer Gesellschaft umstrukturieren, die festlegen, wer im Beruf erfolgreich sein kann: nämlich überwiegend weiße Menschen. Sie erklärt, weshalb vermeintliche „Außenseiter“ die besseren Führungskräfte sind. Die Autorin erzählt von ihren eigenen Fehlschlägen in der Arbeitswelt, reichert die Karrieretipps mit Übungen an und zeigt auf, wie die Zugehörigkeit einer Minderheit eine Stärke sein kann, mit der man an der Spitze eines Unternehmens tatsächlich etwas verändern kann.

„Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten“ – Alice Hasters

Ja, Rassismus existiert. Ja, Menschen werden diskriminiert. Und ja, auch in Deutschland. Sich dieser Tatsache zu stellen, ist die Voraussetzung für Hasters Buch. Sie erklärt, wie Rassismus funktioniert und wie man sich selbst kritisch hinterfragen kann, ob man sich rassistisch verhält. Denn Rassismus findet nicht nur im großen Rahmen und strukturell statt, sondern auch im Alltag, in den kleinen Dingen. In den Dingen, die man eigentlich nicht böse gemeint hat. Dabei erzählt Hasters von ihren eigenen Erfahrungen. Auch dieses Buch gibt es als Hörspiel auf Spotify.

„So You Want to Talk About Race“ – Ijeoma Oluo

Das Buch gibt Antworten auf die Frage, wie man am besten über Rassismus und Ethnizität spricht. Es klärt auf, was kulturelle Anerkennung ist, was hinter dem Begriff „Mikroaggressionen“ steckt, und was es mit „Model Minority Myth“ auf sich hat. Oluo zeigt, mit welchen Problematiken PoC sich schon immer rumschlagen müssen. Das Buch ist ein Guide, der sich auch für die Arbeitswelt eignet, um das Büro für PoC zu einem emphatischeren Ort zu machen.

„Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ – Reni Eddo-Lodge

Dieses Buch ist für alle, die sich selbst in ihrem Verhalten reflektieren wollen – oder gar müssen. Eddo-Lodge zeigt auf, dass Rassismus nicht nur am rechten Rand der Politik zu finden ist, sondern auch in Bereichen des Alltags wie der Popkultur. Der Titel des Buches ist ein Paradox, denn die Autorin spricht sehr wohl über das Thema Hautfarbe. Insbesondere darüber, dass weiße Menschen sich nicht dessen bewusst sind, dass hellhäutig zu sein, weltweit die Norm ist. „Dieses Buch ist das Produkt von fünf Jahren Aufregung, Frustration, von erschöpfenden Erklärungen und ellenlangen Facebook-Kommentaren“ schreibt Eddo-Lodge im Vorwort.

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„How to be an Antiracist“ – Ibram X. Kendi

Kendis Prämisse lautet, dass das Gegenteil von Rassist nicht Nicht-Rassist ist, sondern Anti-Rassist. In seinem Buch erklärt er den Unterschied zwischen den Positionen und dass so etwas wie Neutralität in der Rassismus-Debatte nicht existiert. Er erklärt auch, weshalb „Colour Blindness“ nicht das Ziel ist und wie man sich am besten verhält, um antirassistisch zu sein.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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