Aus Versehen: Wissenschaftler*innen kreuzen bedrohte Spezies und kreieren neuen Fisch

Don’t try this at home – ungarische Wissenschaftler*innen haben überraschend eine neue Tierart kreiert, den „Sturddlefish“. Eltern des neuen Hybrids sind der Löffelstör (Englisch: american paddlefish) und der Waxdick (russian sturgeon) – beides vom Aussterben bedrohte Fischarten. Die Kreuzung ist deswegen so besonders, da die beiden vor 184 Millionen Jahren ihren letzten gemeinsamen Vorfahren hatten.

Eigentlich wollten die Forscher*innen mittels ungeschlechtlicher Fortpflanzung, der sogenannten Gynogenese, Waxdick-Nachkommen zeugen. Doch unverhofft kam es zur Befruchtung mit dem Samen des Löffelstörs. Die Entstehung des Hybrids sei ein Zufall gewesen, berichten die Wissenschaftler*innen im Fachjournal Genes.

Die neuen Fische sind zwar nicht die niedlichsten Kreaturen, könnten aber aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht interessant werden. Denn: Der Kaviar des russischen Störs gilt als Delikatesse mit hohem Marktwert, wohingegen der planktonfressende Löffelstör ein beliebter Fisch in der modernen Aquakultur ist, da er schnell wächst, Nährstoffe effektiv nutzt und so die Rentabilität von Fischzuchten steigern kann.

Tatsächlich ist Sturddlefish-Nachwuchs in naher Zukunft jedoch unwahrscheinlich, denn Hybride sind ebenso wie der Liger, die Kreuzung aus Löwe und Tiger, in der Regel unfruchtbar.

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