Auf Twitter erzählen Userinnen von ihren absurdesten Mansplaining-Erfahrungen

Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen war in Bezug auf die gesellschaftliche Relevanz schon immer von Ungleichheit geprägt. Historisch betrachtet hatten Männer fast immer die Deutungshoheit, sie besetzten die wichtigsten Positionen in einer patriarchalen Gesellschaft und sind daran gewöhnt, von anderen Männern und Frauen gehört und ernst genommen zu werden. Auch wenn diese alten Strukturen dank der Leistungen von Feminist*innen nun langsam, sehr langsam aufbrechen, sind sie weitestgehend noch immer vorhanden. Mansplaining ist Teil davon.

Wenn ein Mann einer Frau etwas erklärt, ist per se nichts einzuwenden. Mansplaining geschieht allerdings auf eine besserwisserische Art, ungefragt oder gegen den Willen der Frau. Es passiert in der unbegründeten Annahme des Mannes, sich besser in einem Metier auszukennen, und aus seinem Desinteresse daran, was sein Gegenüber weiß.

Beim Mansplainen geschieht kein gleichberechtigter Wissensaustausch, sondern es entsteht eine bevormundende Kommunikationshierarchie. Eine entsprechende deutsche Übersetzung dazu ist unter anderem „Herrklären“.

Für Frauen ist eine derartige Gesprächsungleichheit Alltag. Sie wird, auch wenn es „nur gut gemeint“ ist, oft als degradierend oder beleidigend wahrgenommen.

Auf die ständigen Alltagsherrklärungen wollte Twitter-Userin Thảo Trần wohl aufmerksam machen, als sie die Frage postete: „Was war eure absurdeste #Mansplaining-Erfahrung?“ Ihre Followerinnen ließen nicht lange auf sich warten, die Liste der Antworten ist lang und eindeutig.

Ungefragte Männer-Ratschläge


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