Personal Finance „Finanzen aufräumen soll ganz normal werden“ – Hava Misimi im Interview

„Finanzen aufräumen soll ganz normal werden“ – Hava Misimi im Interview

Worum geht es mittlerweile auf deinem Blog?

Es geht um alles, was mit Finanzplanung und auch Sparen zu tun hat. Ich gehe Fragen nach wie: Welches Ziel erreiche ich mit welcher Anlage? Welche Unterschiede und Möglichkeiten gibt es? Ich versuche, diese Themen etwas spielerisch zu denken.

Themen, aus denen das jetzt erschienene Buch geworden sind?

Genau, das Buch ist auch für Einsteigerinnen gedacht. Es geht darum, wie man seine Finanzen sozusagen from scratch aufräumt. Und auch da starte ich wieder mit dem Thema Zielsetzung. Für die Ziele und Möglichkeiten gibt es im Buch verschiedene Personen aus unterschiedlichen Lebensbereichen.

„Money Kondo“ ist am 10.8 im echt-EMF-Verlag erschienen

Dein Buch hat den Titel „Money Kondo. Wie du heute deine Finanzen aufräumst und morgen freier lebst“. Was hast du von der Aufräum-Legende mitgenommen?

Ich orientiere mich an Marie Kondos Aufräumprinzipien. Sie hat gewisse Strategien, die man ein Leben lang für sich behält. Mit einer gewissen Leichtigkeit. Genauso ist es bei mir. Es geht um eine nachhaltige Finanzplanung, die man fest in sein Leben integriert.

Du stellst am Anfang deines Buches die These auf, dass wir ein ambivalentes Verhältnis zu Geld haben. Wie sieht das aus?

Auf der einen Seite ist Geld enorm wichtig für uns, weil es jeden Tag Teil unseres Lebens ist. Wir kaufen uns nicht nur Dinge mit Geld, sondern schaffen uns wie gesagt Unabhängigkeit. Andererseits kümmern wir uns nicht um dieses Geld. In Deutschland lagern wir es immer weiter auf dem Girokonto, obwohl das Geld dort an Wert verliert.

Was können wir dagegen tun?

Wir müssen Wege finden, in dieser Niedrigzinspolitik unser Geld zu vermehren, um unsere Ziele erreichen zu können. Wir verlassen uns teilweise zu stark auf den Staat. Die gesetzliche Rente bröckelt, sie ist nur noch ein Grundstock. Das ist vielen gar nicht so bewusst. Das müssen wir erkennen und eigenverantwortlich handeln.

Klar, jede:r Einzelne muss etwas tun. Aber ist der Staat nicht auch in der Verantwortung?

Ja, ich finde ich es superschade, dass man die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht in der Schule lernt. Da müssen wir schon das Verständnis schärfen. Dann spielt das Rentensystem eine große Rolle. Darüber müsste in der Öffentlichkeit mehr diskutiert werden. Es muss den Menschen klar gemacht werden, dass die Rente nicht mehr als ein guter Grundstock ist.

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