Productivity & New Work Gastbeitrag: Atmung und Augen trainieren für bessere Performance

Gastbeitrag: Atmung und Augen trainieren für bessere Performance

Abgesehen von der Atmung belastest du im Laufe des Tages, besonders bei langen Arbeitstagen im Office, deine Augen. Deine Augen betreiben dabei Höchstleistungen. Neben Augenbewegungen in sämtliche Richtugen sorgen sie für Blickschärfe und Tiefenwahrnehmung.

Und wärend du konzentriert auf deinen Rechner starrst, verarbeiten sie auch noch über das periphere Sehen die Reize, die in deinem Umfeld geschehen. Der vorbeilaufende Kollege, die Schlange an der Kaffeemaschine, das Chaos auf deinem Schreibtisch. Auch wenn du dich auf deine PPT oder XLS konzentrierst, deine Augen scannen unermüdlich die ganze Umgebung und senden diese Infos an das Gehirn.

Automatische Schonhaltung

Entsprechend all dieser Informationen entscheidet dein Gehirn, welche Position und Körperhaltung du einnimmst. Du kannst dich also immer wieder aufrecht hinsetzen und die Schultern zurück ziehen. Wenn deine Augen aber nicht trainiert, beziehungsweise einseitig belastet sind, dann wird dein Gehirn immer wieder eine Schonhaltung heraussuchen, die möglichst energiesparend für den Körper ist.

Und wenn er diese nicht mehr sicher aufrechterhalten kann, wird das Gehirn die Muskelspannung hochfahren. Reagierst du auch darauf nicht, wird dein Gehirn früher oder später die Verspannungen als so bedrohlich bewerten, dass du Schmerzen bekommst. Spätestens dann nämlich reagierst du und änderst die Position.

Wie wäre es aber, wenn du deinem Körper von vornerein die richtigen Informationen gibst, um dich besser zu bewegen und aufzurichten? Schließlich machst du beim Laptop auch immer wieder ein Update und wartest nicht, bis die Software so veraltet ist, dass nichts mehr geht.

Um also einseitigen Belastung der Augen entgegenzuwirken, solltest du diese trainieren. Schließlich hängt die Spannung deines Schulter-Nackenberieches direkt von den Augen ab: unterschiedliche Reflexe steuern nämlich die Muskeln im Nacken abhängig von den Daten, die das Gehirn von den Augen und den Gleichgewichtsorganen bekommt. Und gegen diese Reflexe kannst du nicht ankommen. Sinnvolles Training bindet also die Augen und die Gleichgewichtsorgane mit ein.

Probiere es doch mal mit folgenden Übungen:

Augenliegestütze

Stelle oder setze dich aufrecht hin. Strecke deinen rechten Arm und Daumen aus. Schaue gerade aus auf deinen Daumen. Fixiere mit beiden Augen einen Punkt auf dem Daumen. Führe nun den Daumen zu deiner Nasenwurzel und fixiere weiterhin den Punkt. Führe den Daumen nur so weit heran, dass du den fixierten Punkt noch scharf erkennen kannst. Anschließend den Arm wieder ausstrecken. Bleibe auch während der Streckung mit den Augen auf dem Punkt. Führe die Bewegung nur so schnell durch, wie sie für dich angenehm und sicher ist. Nach fünf Wiederholungen wechsle die Hand und führe die Bewegung mit der linken Hand durch.

Führe die Übung langsam und kontrolliert aus. Achte darauf, dass du die ganze Zeit ein klares Bild hast. Wenn dir schwindelig wird, brich die Übung sofort ab.

© Andreas Sebayang 

Zweck:

Diese Übung trainiert deine Augenmuskeln und die Anpassung  an unterschiedliche Distanzen in deiner Nähe. Gezielt werden hier zwei Augenmuskeln trainiert, die für die Augenbewegung zur Nase und nach außen zuständig sind. Die Übung hat direkten Einfluss auf deine Nackenmuskulatur und auf deine Schmerzwahrnehmung.

Nah und Fernsicht

Strecke deinen rechten Arm und Daumen aus und halte ihn 15 cm vor deiner Nase entfernt. Strecke deinen linken Arm und Daumen aus und halte ihn eine Armlänge entfernt vor der Nase. Wechsle nun deinen Blick abwechselnd von dem nahen Daumen zum entfernten Daumen. Wechsle erst den Blick, wenn du den Daumen klar erkennen kannst.

Atme gleichmäßig durch die Nase ein und aus. Achte auf eine lange und gerade Wirbelsäule.

Zweck:

Diese Übung trainiert deine Augen und deine Fähigkeit zwischen Nah- und Fernsicht zu wechseln. Das Entspannt deine Augen, die tagsüber meistens nur in der Nähe, oft auf dem Bildschirm fokussiert, arbeiten müssen.

© Andreas Sebayang 

Augenentspannung:

Legen deine Hände auf die geschlossenen Augen, wenn es angenehm ist mit leichtem Druck. Halte die Augen mit den Händen solange geschlossen, bis du nur noch absolute Dunkelheit siehst, keine Blitze, Farbmuster oder Bewegungen mehr. Du wirst merken, dass die Augen und damit auch die umliegende Muskulatur sich schnell entspannt. Der leichte Druck wirkt wie eine Massage für die Augenmuskeln.

Achte auf eine lange und gerade Wirbelsäule. Atme gleichmäßig durch die Nase ein und aus. Entspanne bewusst den Schulter-Nackenbereich. 

Zweck:

Diese Übung dient der Entspannung der Augen. Deine Augenmuskeln arbeiten den ganzen Tag und dein Gehirn verarbeitet zahlreiche visuelle Reize den ganzen Tag. Durch die Reduktion dieser Informationen entspannen sich nicht nur die Augenmuskeln sondern dein ganzes Nervensystem.

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