Innovation & Future Der Konflikt zwischen NFTs und Nachhaltigkeit

Der Konflikt zwischen NFTs und Nachhaltigkeit

Nicht alle NFTs sind an Ether gebunden. Andere Arten von Blockchains wie Tezos, mit der dazugehörigen Währung tez, verbrauchen durch ihren Aufbau weniger Energie. Solche als Hauptwährung einzuführen, würde den Energieaufwand schon mal reduzieren.

Super wäre auch die Möglichkeit, bereits auf Ethereum basierenden NFTs, auf weniger schädliche Blockchains zu übertragen. Dabei könnten die Gas fees helfen. Da diese zurzeit steigen, entsteht ein finanzieller Grund, um zu nachhaltigen Alternativen zu wechseln.

Ethereum arbeitet sogar selbst an dem Problem: Ether 2.0, gestartet Ende 2020, verbraucht auch durch seinen Aufbau auf weniger Energie. Bis die Einführung abgeschlossen ist, dauert es aber und der energiehungrige Vorgänger bleibt dennoch bestehen.

Eine weitere Möglichkeit: NFTs erst erstellen, wenn der Verkauf sicher ist. So könnte das Minting von unverkauften Produkten wegfallen und somit auch deren Energieverbrauch. Die Vorschau des Motivs wäre auch schon vor dem Erstellen des NFTs möglich.

Vor allem technische Innovationen lässt in Zukunft auf noch mehr Lösungen hoffen. Nachhaltige Energiequellen werden immer dringender benötigt.

(Credit: OpenSea, FreeVector)

Wird die Zukunft analog?

Generell geht ohne Strom bei NFTs nichts, ein Nachteil gegenüber analoger Bilder. Das bloße Präsentieren erfordert ein Display und auch das Display an sich hält nach heutigem Stand selten so lange wie ein gerahmtes Bild.

Ausstellungen klassischer Bilder erfordern jedoch einen logistischen Aufwand. Transport, Pflege der Ausstellungsstücke und die Anreise von Besuchern sind ebenfalls Aspekte, die der Umwelt schaden können. NFTs hingegen, können viel einfacher um die Welt gelangen.

Zurzeit knappe Rohstoffe werden bei Entstehungsprozessen beider Formate verbraucht. Papierherstellung zum Beispiel erfordert einen häufig immensen Wasseraufwand. Viele Farben werden chemisch hergestellt und während der Produktionen beider Güter Maschinen eingesetzt, die Strom verbrauchen.

Reduzieren hilft zwar, Energie wird trotzdem verbraucht. Fast utopisch scheint die Lösung, an allen Stellen, ausschließlich erneuerbare Energiequellen einzusetzen. Leider wirkt der Weg dahin aber noch ungefähr so lang, wie die Kommunikationswege zwischen Politik und Umweltaktivismus zu sein scheinen.

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