Life & Style Unsere Kolumnistin Hanne Horvath gibt Tipps: Wie bleibe ich in Krisenzeiten resilient?

Unsere Kolumnistin Hanne Horvath gibt Tipps: Wie bleibe ich in Krisenzeiten resilient?

Drei Tipps zur Förderung der persönlichen Sinnhaftigkeit  

1. Check-In: Wie geht es mir? Was brauche ich? 

Gerade in Situationen, in denen viele neue Informationen und Eindrücke auf uns einwirken, ist es wichtig, dass wir uns in regelmäßigen Abständen fragen, wie es uns eigentlich gerade geht und was wir brauchen. Sind wir erschöpft oder aufgedreht? Brauchen wir Ruhe oder Ablenkung? Brauchen wir Zeit für uns alleine oder fehlt uns der Kontakt mit anderen? 

2.  Ausgleich und Balance finden, nach Werten leben

Alltagsroutinen, Zeit für dich selbst und Aktivitäten, die dir Freude bereiten, können dir in Zeiten von Stress und Anspannung dabei helfen, einen Ausgleich zu finden. Der Austausch mit anderen Menschen darüber, wie es dir geht und was dich belastet, kann dabei helfen, dass du dich weniger allein fühlst. Das ist wichtig, denn wenn wir uns allein fühlen, sind wir anfälliger für Ängste und geben unseren Sorgen und Befürchtungen mehr Raum. Zudem kann es helfen, Werte zu identifizieren, die für mich insgesamt im Leben wichtig sind. z.B. Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Respekt, Glaube, Umweltschutz, und zu überlegen, durch welche Aktivitäten ich bewusst einen der Werte stärken kann.

3. Achtsamer Medienkonsum

Während sich die Ereignisse in der Ukraine überschlagen, bekommen wir alle Entwicklungen live im Newsticker mit. Es ist schier unmöglich, alle Geschehnisse nachzuverfolgen und zu verarbeiten. Je mehr Zeit wir am Bildschirm verbringen, desto mehr erleben wir Sorgen und die Angst vor Krieg wächst. Gerade in den sozialen Medien finden wir oft Berichte, die nicht unabhängig geprüft oder eingeordnet, dafür häufig auch noch reißerisch formuliert sind. Hier ist es wichtig, dass wir darauf achten, Nachrichten aus ausgewählten und seriösen Quellen zu konsumieren.

Darüber hinaus können wir im Blick behalten, wann und wie lange wir uns mit den Nachrichten auseinandersetzen. Vielen Menschen hilft es, Nachrichten nicht direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen zu lesen, sondern lieber für einen festgelegten Zeitraum am Tag. Sich zeitweise aus dem Geschehen rauszunehmen, kann uns helfen, Kraft zu sammeln, um Informationen auch wieder sinnvoll verarbeiten und einordnen zu können.

Auch wenn jeder Tag zunehmend turbulent erscheint und man sich die „gute alte Zeit” mehr als einmal am Tag zurückwünscht: Routinen und Rituale, die dir Struktur geben und dir helfen, deine Werte zu leben, können auch in diesen Zeiten helfen. Vielleicht nicht jeden Tag, und das ist völlig OK so, aber sie können uns ein Kompass sein, der eine Richtung durch die Dunkelheit zeigt.

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