Innovation & Future Alarm in den Amtsstuben: Neues Staatsangehörigkeitsrecht führt zu Antragsflut

Alarm in den Amtsstuben: Neues Staatsangehörigkeitsrecht führt zu Antragsflut

In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der Menschen, die einen deutschen Pass haben wollen, bereits verdoppelt. Jetzt tritt das neue Staatsangehörigkeitsrecht in Kraft. Die zuständigen Ämter bereiten sich auf eine noch nie dagewesene Antragsflut vor.

Am 27. Juni 2024 tritt die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts in Kraft. Dadurch erhalten deutlich mehr Menschen den Anspruch, die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen. Die entsprechenden Anträge werden nach der Gesetzesänderung voraussichtlich stark ansteigen. Doch schon jetzt stapeln sich in den Behörden die ausgefüllten Formulare mit dem Wunsch nach Einbürgerung. Nach einer Befragung des vom Bund und privaten Stiftungen finanzierten „Mediendienstes Integration“ warten derzeit in den größten deutschen Städten mehr als 200.000 Menschen darauf, dass ihr Antrag genehmigt wird. Mit der Staatsangehörigkeitsreform wird dieser Antragsberg noch deutlich anschwellen.

In den 45 deutschen Städten, aus denen dem Mediendienst Antragszahlen vorliegen, wurden 2023 insgesamt rund 126.000 Anträge auf Einbürgerung gestellt. Das sind 19 Prozent mehr als 2022 (rund 106.000) und mehr als doppelt so viele wie noch 2020 (rund 60.000). Die meisten Einbürgerungsanträge wurden in Berlin, Hamburg und München gestellt. Allein in Berlin sind 2024 bereits mehr als 16.000 Online-Anträge eingegangen, so ein Sprecher des Landesamtes für Einwanderung (LEA). Auch bei den abgeschlossenen Einbürgerungsverfahren gab es in vielen Städten Zuwachs: In Bochum hat sich die Zahl der Einbürgerungen 2023 beinahe vervierfacht, in Mönchengladbach, Potsdam und Magdeburg ist sie mehr als doppelt so hoch wie 2022.

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