Life & Style Fußball-Europameisterschaft: Public Viewing während der Arbeitszeit – Go oder No-Go?

Fußball-Europameisterschaft: Public Viewing während der Arbeitszeit – Go oder No-Go?

Längst haben Unternehmen den Wert ihrer Mitarbeitenden erkannt, leben sie doch unmittelbar von deren individuellen Fähigkeiten und ihrem Einsatzwillen. Sie verfolgen mehr und mehr einen Human Centric-Ansatz, stellen den Menschen in den Mittelpunkt. Gerade deshalb können sich die Spiele der EM positiv auf die Unternehmenskultur auswirken – sei es als gemeinschaftliches Erlebnis im Büro oder durch den kulanten Umgang mit Arbeitszeiten. Natürlich sollte Wertschätzung als maßgeblicher Referenzwert für Arbeitnehmer:innen jederzeit wahrnehmbar sein – und nicht nur zu einem einzelnen, isolierten Anlass.

Hybride Hürde: Die Erwartungen gehen auseinander 

Die Talent Trends-Studie 2024 der PageGroup zeigt: 35 Prozent der Beschäftigten sind heute häufiger im Büro anzutreffen als noch vor einem Jahr. Bedingt vor allem durch die strengeren Unternehmensrichtlinien nach dem Ende der Corona-Krise. Flexibilität steht weit oben auf der Liste der Faktoren, die die Wahl des Arbeitsplatzes beeinflussen – sie wird ähnlich hoch gewichtet wie das Gehalt. Arbeitgeber:innen müssen verstehen: Fachkräfte legen besonderen Wert auf flexible Arbeitszeiten und/oder hybride Modelle aus Remote- und Präsenzarbeit. Ein Beleg für den sehr hohen Stellenwert der Work-Life-Balance. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hat oberste Priorität.

Vor diesem Hintergrund braucht es sowohl für das Büro als auch das Homeoffice besondere Angebote. Im Büro bietet sich zur EM etwa ein gemeinschaftliches Public Viewing an. Der große Konferenzraum wird umfunktioniert. Wo sonst die Köpfe rauchen, wird mitgefiebert. Die großen Screens zeigen das Spiel der Stunde und ausnahmsweise keine Videocalls. Solche Public Viewing-Veranstaltungen von Unternehmen während der EM stellen eine exzellente Möglichkeit zur Förderung des Teambuildings dar. Sie schaffen einen Ort, an dem Mitarbeitende außerhalb des klassischen Arbeitskontextes interagieren können, indem sie gemeinsam mit Kollegen die Spiele verfolgen und eine gemeinsame Leidenschaft teilen und erleben. Kollektive Erlebnisse wie diese tragen in der Regel zur Stärkung des Teamgeistes bei, fördern die zwischenmenschliche Zusammenarbeit und intensivieren das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Belegschaft. Genau solche Angebote und die Flexibilität fördern nämlich deren Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Dennoch hat sich der unternehmerische Flexibilitätsfaktor laut der Talent Trends-Studie 2024 in den letzten zwölf Monaten halbiert. Ergebnis: steigende Unzufriedenheit und Abwanderungsgedanken. Ein Alarmsignal, das Unternehmen zu mehr Flexibilität mahnen sollte.

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