Life & Style Engelbert Strauss: „Wir nehmen deutsche Ingenieurskunst ernst“ 

Engelbert Strauss: „Wir nehmen deutsche Ingenieurskunst ernst“ 

Derzeit sind sie immer da, wo der Ball rollt: Engelbert Strauss – die mit dem Vogel-Strauß-Logo sponsern die Euro 2024. Gutes Essen, nette Kollegen, lautet die Eigenwerbung. Und sonst? Ein Familienunternehmen, bei dem nicht gekleckert, sondern geklotzt wird. Offenbar läuft’s rund. 

Ganz ursprünglich waren es Besen und Bürsten, dann ab 1948 Arbeitshandschuhe, Arbeitsschuhe und -kleidung, und inzwischen ist es daneben – unter anderem – gefragte Mode und Sportbekleidung: Der Wandel des bei Zahlen verschwiegenen Familienunternehmens Engelbert Strauss aus Biebergemünd im Main-Kinzig-Kreis sucht seinesgleichen. Es ist, als hätte sich ein Startup-Unternehmen als traditionsreiche Firma verkleidet. Oder auch umgekehrt.  

Inzwischen ist die dritte Generation nach Gründer Engelbert am Werk, mit Henning und Steffen Strauss an den Schalthebeln. Zwei nicht alltägliche Bereiche prägen das Erscheinungsbild von Strauss in der Öffentlichkeit. Da ist zum einen die Suche nach jungen, engagierten Mitarbeitern: „Strauss ist Familienunternehmen. Wie viel Opa Engelbert steckt noch drin im Kult-Vogel? Eine ganze Menge: Von Du-Kultur bis Ess-Kultur – unsere Werte sind das Fundament, auf dem unsere Next Level Brand ruht”. Sagt Strauss. Längst ist das Unternehmen international rund um den Globus vertreten. In Biebergemünd wird es sogar für das Hauptquartier etwas eng – aber hier bleiben die fälligen Erweiterungen in der nahen Umgebung. Ohnehin läuft das Geschäftsmodell digital. Die Flagship Stores sorgen für Präsenz, die Homepage seit Ende der neunziger Jahre für den Umsatz.  

Strauss treibt die Firmenidentität engagiert voran. Das mit der Ess-Kultur ist nicht übertrieben: Zur Corporate Identity gehört ein ganzes Paket an Annehmlichkeiten für die Belegschaft, derzeit sind das immerhin rund 1700 Leute, die für mehr als eine Milliarde Euro Umsatz sorgen. Produziert wird unter anderem in Bangladesch, Vietnam, Laos: Die Unternehmen in diesen Ländern, bei deren Erwähnung in Zusammenhang mit Textilindustrie hierzulande schnell Alarmglocken läuten, sind langjährige Partner und teils Exklusivproduzenten von Strauss. Und das Unternehmen ist Mitglied der „Fair Wear Foundation” – die Stiftung setzt sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Branche ein, außerdem arbeitet Strauss mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an der Vermittlung von Nachhaltigkeitszielen, vor allem in Bangladesch. Diese Initiativen zahlen sich natürlich auch aus, nicht zuletzt bei der Gewinnung von jüngeren Mitarbeitern. „Der Workwear-Spezialist Strauss hat eine ganz eigene Vorstellung davon, was einen guten Arbeitgeber ausmacht”, konstatiert das Fachmagazin “Textilwirtschaft”.  

Seite 1 / 3
Nächste Seite

Das könnte dich auch interessieren

Ende eines Evergreens? Einzimmer-Wohnungen auf dem Investment-Prüfstand Life & Style
Ende eines Evergreens? Einzimmer-Wohnungen auf dem Investment-Prüfstand
Bei SAP gibt’s jetzt doch keine 6 Wochen Vaterschaftsurlaub Life & Style
Bei SAP gibt’s jetzt doch keine 6 Wochen Vaterschaftsurlaub
Gewaltige Stimmen für Veränderung: SignsAward in München ehrt Zukunftsmacher aus Musik, Wirtschaft und Innovation Life & Style
Gewaltige Stimmen für Veränderung: SignsAward in München ehrt Zukunftsmacher aus Musik, Wirtschaft und Innovation
Der Old-Work-Dresscode kommt zurück! Life & Style
Der Old-Work-Dresscode kommt zurück!
Menschen mit geringer Sozialkompetenz erkennen: Die wichtigsten Anzeichen Life & Style
Menschen mit geringer Sozialkompetenz erkennen: Die wichtigsten Anzeichen