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„Die Discounter“: So funktioniert Comedy für Gen Z

„Die Discounter“: So funktioniert Comedy für Gen Z
Amazon Prime Video
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Aktualisiert
Lesezeit14 Min · 2.731 Wörter

Was nach einem Aufeinandertreffen von Netto und „The Office“ klingt, ist der Serienhit des Jahres 2022: „Die Discounter“. Eine Comedyserie, eine Impro-Show, eine Mockumentary – „Die Discounter“ bedient sich aus vielen gelernten Kategorien. Die Serie über die Chaosbelegschaft eines Discounters in Hamburg-Altona, der ironischerweise „Feinkost Kolinski“ heißt, stammt dabei von einer jungen Filmcrew, Regie geführt wurde von drei Jungs aus der Gen Z.

Und diese jungen Macher zeigen gerade, was alles bestens funktionieren kann, wenn man mit alten Regeln bricht: Vergiss Filmakademie, her mit dem DIY-Geist. Weg mit klassischem Schauspielpathos, her mit viralen Tiktoks. Und: bitte immer wieder überraschen.

Es ist auch nicht so, dass dies alles nicht schon anderen aufgefallen wäre: „Die Discounter“ erhielt 2022 den bayerischen Fernsehpreis „Blauer Panther“ als beliebteste Serie und den deutschen Schauspielpreis in der Kategorie „Ensemble“. Außerdem war man für den Grimme-Preis nominiert. Panther hin, Grimme her: Die Serie ist einfach verdammt lustig. Und zwar so, dass selbst „Stromberg“ oder „Doctor’s Diary“ dagegen plötzlich regelrecht antiquiert wirken.

Mit DIY-Geist zum Schauspielpreis

Verantwortlich für „Die Discounter“ sind Bruno Alexander und die Zwillinge Oskar und Emil Belton. Wie die meisten aus dem Team vor und hinter der Kamera sind sie knapp über 20. Ihnen gehört mit zwei weiteren Freunden die Produktionsfirma Kleine Brüder. Im Auftrag von Pyjama Pictures, der Produktionsfirma der „Jerks“-Macher Christian Ulmen und Carsten Kelber, produzierten sie „Die Discounter“. Mitte November erschien auf Amazon Prime die zweite Staffel.

Wir wollen es natürlich genau wissen und selber Regeln brechen – und zwar die, nach der man einen guten Witz nicht auseinandernehmen und analysieren, sondern einfach genießen soll. Also: Worin besteht der Erfolg von „Die Discounter“?

Es ist ein kalter, bewölkter Novembertag, der Wind hat heute Kraft. Klar: Hamburg. Zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt das Büro von Pyjama Pictures an der Alster. Eigentlich soll das Office Treffpunkt für das Interview sein. Allerdings findet Produzent Carsten Kelber sein eigenes Büro nicht gemütlich genug und entscheidet, das Interview kurzerhand in ein Café einer Hotellobby zu verlagern. Improvisation auch hinter der Kamera.

Die Crew macht es sich in einer Sitzecke bequem: Klara Lange, Max Mattis und Oskar Belton. Lange ist Darstellerin, Mattis Producer, Belton Drehbuchautor, Darsteller und Regisseur. Kelber besorgt Kaffee mit Hafermilch und Kuchen für alle. Seit Staffel eins sind sie ein eingeschweißtes Team, wie sich später herausstellt, sind einige von ihnen enge Freunde.

Im Gespräch erinnern sie sich immer wieder an gemeinsame Momente am Set, die von einer authentischen Begeisterung geprägt waren. Alles natürlich kein Geheimnis, sondern Teil der Marke: Außenstehende können das alles bestens in zahlreichen Behind-the-Scenes-Tiktoks mitverfolgen.

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Viele kennen sich einfach auch schon seit Langem: Die Belton-Zwillinge, Alexander und Mattis sind in Hamburg zusammen zur Schule gegangen. „Wir haben schon in den Theater-AGs unserer Schule gefragt, ob wir Filme drehen können“, sagt Oskar Belton. „Das war immer unsere Leidenschaft. Wir haben einfach Glück, dass wir früh unsere Passion gefunden haben.“ Auch Alexander stand schon früh in „Die Pfefferkörner“ vor der Kamera, die Belton-Zwillinge in verschiedenen Krimis. Während der Schulzeit produzierten sie eigene Kurzfilme. Nach dem Abitur kam dann die eigene Youtube-Serie „Intimate“.

„Wir hatten nach dem Abitur kein Geld, aber wollten unbedingt Filme drehen“

Oskar belton

„Wir hatten nach dem Abitur kein Geld, aber wollten unbedingt Filme drehen“, sagt Oskar Belton. Also packten sie es an und gründeten „Kleine Brüder“. Der Name sei nach ihrer gleichnamigen Whatsapp-Gruppe entstanden, erzählt Mattis. „Intimate“ ist heute übrigens nicht mehr auf der Plattform zu finden, die Jokes waren dann doch zu grenzwertig. Jugendlicher Leichtsinn vielleicht. Aber: Dafür erscheint die Serie im Frühjahr 2023 auf Joyn, neu produziert, professioneller – und wohl auch etwas familienfreundlicher.

Unterricht in der Ulmen-Uni

Heute muss Belton lachen, wenn er von der Gründungszeit erzählt: „Wir haben eine Website gebaut, Tausende Firmen angeschrieben. Mit einem illegalen Mailverteiler, da kamen ein paar Nachrichten von Anwälten zurück: Wo ist eure Signatur? Wo sind eure AGBs?“ Auch ihre Bewerbungen an Filmhochschulen konnten sich nicht durchsetzen. Lediglich eine Hochschule schickte eine Zusage, allerdings nur an einen der beiden Zwillinge. Die Brüder auseinanderreißen? Keine Chance, sagt Belton: „Entweder beide oder keiner.“

Kelber und Ulmen sind dann so etwas wie die Retter für die kleinen Brüder gewesen. Belton sagt: „Wir haben Christian Ulmen einfach die ganze Zeit genervt. Mit Leuten gesprochen, die an seinem Set arbeiten. Versteckte Botschaften an sein Set geschickt. Ihm ständig geschrieben. Irgendwann hat er mir dann auf Instagram auf einmal eine Sprachnachricht zurückgeschickt.“

Ulmen und Kelber hatten sich die Serie „Intimate“ angeschaut und wohl das Potenzial erkannt. Allerdings wollte Pyjama Pictures nicht die eigene Youtube-Serie von den Jungs produzieren lassen, sondern eine adaptierte Serie aus den Niederlanden: „Vakkenvullers“.

Kelber erzählt, dass das erste Treffen völlig außer Kontrolle geraten sei. Ein lautes Durcheinander voller Ideen. Wie es eben ist, wenn man Leuten Kreativität eingesteht und sie einfach mal von der Leine lässt. Und sieh an: Nicht nur die Pyjama-Produzenten, auch die Unterhaltungssparte von Amazon musste nicht lange überzeugt werden. Die Produktionsfirma Kleine Brüder hatte plötzlich den Auftrag in der Tasche.

Foto: Amazon Prime Video

Schule von der Straße

Und die Auftraggeber wussten, dass sie ihnen am besten alle Freiheiten lassen sollten, um sie ordentlich groß zu machen: „Die Jungs haben ihre eigene Serie immer kleingeredet, sogar als amateurhaft bezeichnet“, sagt Kelber. „Aber es war genau das Gegenteil.“

„Schule von der Straße“, nennt es Belton. Auch andere haben bei dem Projekt einen Crashkurs absolviert. Für Mattis ist die Zusammenarbeit mit Pyjama Pictures so etwas wie seine persönliche Ausbildung, sagt er: „Wir haben Carsten und Christian als Mentoren. Das ist wie Eins-zu-eins-Unterricht. Eine bessere Uni kann es nicht geben.“ Belton lässt sich zu einer generellen Einordnung hinreißen: „Bei einigen Schauspielern mit klassischer Ausbildung merkt man, dass sie geformt wurden. Ich glaube, ohne Ausbildung denkt man freier.“

„Ich glaube, ohne Ausbildung denkt man freier“

Oskar belton

Gut. „Die Discounter“ profitiert allerdings auch vom riesigen Verdrängungswettbewerb, der seit Jahren auf den großen Streamingplattformen herrscht. Netflix, Amazon, Sky, Peacock, hierzulande noch RTL+, Joyn und die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen – alle wollen mit immer neuen und spitzeren Inhalten gefüllt werden, um einen immer fragmentierteren Markt zu erreichen.

Alle Player wollen sich über Eigenproduktionen für immer verwertbare Rechte sichern. Das bewährte Prinzip: Einmal mit möglichst schmalem Budget anschieben und bis in alle Ewigkeit anbieten können.

Dabei wurden zuletzt unzählige halb gare Projekte realisiert, weil die Verantwortlichen wie im Wahn erst mal alles an die Wand warfen und schauten, was am Ende kleben blieb – sprich: wo Zuschauende bis zum Ende treu blieben. Bleiben die Abrufzahlen hinter den Erwartungen zurück oder stellen sich Projekte als zu teuer heraus, wird schnell der Stecker gezogen. Dass „Die Discounter“ eine zweite Staffel bekommt, ist ein Zeichen, dass nicht nur die Kritik Gefallen fand. Sondern dass der Alleskonzern Amazon aus Feinkost Kolinski einen Nutzen ziehen kann.

Und man versteht nach drei Sekunden zuschauen, warum eine Serie wie „Die Discounter“ auch der Traum eines jeden Controllers ist: nirgends teure CGI, günstiges Setting, junge Menschen ohne große Ansprüche und Star-Allüren vor der Kamera, ein junges Team, das über Social Media pausenlos und umsonst für Buzz in der relevanten Zielgruppe sorgt. Ein klassisches Low-Risk-High-Reward-Szenario.

Die jungen Visionäre

Im Gegenzug dürfen die jungen Verantwortlichen am Set dann so gut wie alle Entscheidungen treffen. Darstellerin Lange sagt allerdings: „Ich dachte mir noch nie: Oh, da kommen die Chefs.“

Die Chefs haben ohnehin eine andere Selbstwahrnehmung: Im Januar, kurz nach Release der ersten Staffel „Die Discounter“, sagte Regisseur Alexander in einem Interview mit „Die Zeit“, man würde sich am Set eher als Visionäre bezeichnen, nicht als Chefs. Belton ist bis heute bei dieser Bezeichnung geblieben, wenn auch mit leichtem Zögern. „Visionär ist ein schwieriger Begriff, aber es stimmt irgendwo, weil wir unsere Vision am Set durchbringen und mit den anderen teilen wollen“, sagt er.

Kelber scheint von dem Begriff sogar noch überzeugter: „Auch wenn es bei den Jungs wuselig wirkt, es ist immer schnell klar, worauf es hinausläuft. Es ist ein klarer Weg. Das vermittelt allen Sicherheit.“

Foto: Amazon Prime Video

Da passt dann auch, dass die Beltons und Alexander neben Regie und Drehbuch gleich auch den Schnitt verantworten. „Wir hatten erst einen externen Cutter, aber sein Ergebnis entsprach nicht unserem Humor. Also haben wir es noch mal selbst gemacht“, sagt Belton. Das Schneiden durften sie in Christian Ulmens Hütte in Potsdam üben, der in „Jerks“ auch schon den Schnitt selbst übernommen hatte. Mattis sagt: „Aus dem Material für eine Szene könntest du wahrscheinlich 27 Versionen schneiden.“

Wie wichtig der Schnitt für Timing und Rhythmus von Szenen ist, kann einem mittlerweile jeder drittklassige Youtuber lang und breit erzählen. In erfolgreichen Serien wie „Ost Boys“ etwa wurde der Cut zum prägenden Stilmittel. Beim teils durchimprovisierten „Die Discounter“ kommt der Schnitttechnik aber noch mal eine ganz neue Bedeutung zu.

So geht Impro

Die Herangehensweise ist dabei so: Es gibt für jede Szene ein Gerüst in indirekter Rede, einen Ausgangs- und einen Endpunkt. Dazwischen kann dann gerne alles passieren, Darstellerinnen sollen mal machen, die Regisseure können weitere Impulse reingeben. Nur ein Bogen wurde festgelegt, damit die Folge als Konstrukt funktioniert. Am Set würden alle gemeinsam das Drehbuch weiterentwickeln – im Teamwork, erzählt Belton.

Die Besonderheit von Staffel zwei: Es wurde nun etwas mehr geplottet, damit die Takes kürzer ausfallen. „Das ist sonst ein Kampf beim Schneiden“, sagt Belton. „So ist es einfacher“, sagt Belton. Außerdem seien sie in der zweiten Staffel natürlich als Ensemble schon viel eingespielter gewesen, sagt Lange. Ergo: weniger Takes bis zur perfekten Version, straffere Organisation, angenehmere Produktion.

Kelber sagt: „Für Improvisation musst du als Schauspieler besonders intelligent sein. Improvisation ist, wenn man die Szene wieder und wieder abdrehen kann, ohne sich zu langweilen.“ Lange darf das als eine der Hauptdarstellerinnen als Kompliment nehmen. Sie erzählt, sie habe ein Notizbuch am Set, in dem sie sich vor den Takes Begriffe aufschreiben würde. „Am Ende musst du aber doch wieder alles loslassen, was du dir zurechtgelegt hast“, sagt sie.

„Improvisation ist, wenn man die Szene wieder und wieder abdrehen kann, ohne sich zu langweilen“

Carsten Kelber

Lange spielt Pina, die stellvertretende Filialleiterin bei Kolinski. „Ich hatte irgendwann im Postfach eine Mail vom Caster. Ich habe zwei Szenen mit groben Beschreibungen bekommen. Das Konzept hat mich direkt angesprochen. Also habe ich die Videos zu Hause aufgenommen“, sagt sie. Dann kam die Einladung zum Casting. „Bei Klara war es Liebe auf den ersten Blick“, sagt Oskar Belton. Und das beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Lange habe nach diesem Casting das erste Mal nicht das Gefühl gehabt, etwas anders oder besser gemacht haben zu müssen, sagt sie.

Klara Lange als Pina. Foto: Bjarne Meisel / Amazon Prime Video

Generell ist durch die Improvisation auch der Schauspielstil ein anderer. Kelber findet das erfrischend, sagt er als jemand, der schon mehrere Jahrzehnte im Filmbusiness aktiv ist: „Der Schauspielstil ist frei von Pathos, lässt mehr offen. Es ist eine andere Taktung.“ Belton sagt, dass man „in unserem Alter keine klassische Exposition erzählen kann“. Die Leute müssten direkt ins Wasser geworfen werden, damit sie dranbleiben.

Profis im Regelbrechen

Die Comedy bekommt hier eine Dynamik, die an die von Instagram und Tiktok erinnert. Angepasst an die Aufmerksamkeitsspanne der Zielgruppe: „Schaut man eine Serie am Laptop, ist man mit nur einem Klick wieder auf einer anderen Plattform“, sagt Belton. „Genau deshalb ist es wichtig, die Pointe schnell zu erzählen.“ Mattis spricht von einer „Unperfektheit, die es in klassischen Dialogen nicht geben darf“.

Da die Wortwahl frei aus den Darstellenden herauskommt, ist sie oft umgangssprachlicher, frecher – und auch fieser. Was sich auch bei den Eltern der Zuschauerschaft herumgesprochen hat. Die schreiben in Rezensionen, dass die Sprache zu derbe wäre. Dabei bekommen sie gerade nur ein Update aus dem Kosmos, in dem sich der Nachwuchs via Tiktok und Co täglich aufhält.

Kelber sagt: „Die Jungs brechen Regeln. Sie ruckeln Erzählkonventionen zurecht. Das ist genau das, was die ganze Branche braucht. Nicht nur, um die jungen Leute zu erreichen.“ Womit er recht hat. Denn „Die Discounter“ ist als Young-Adult-Serie gestartet und konnte unterwegs Menschen jeden Alters erreichen. Für die zweite Staffel hat Amazon deswegen auch das Portemonnaie aufgemacht und eine groß angelegte Out-of-Home-Kampagne spendiert.

„Die Jungs brechen Regeln. Sie ruckeln Erzählkonventionen zurecht. Das ist genau das, was die ganze Branche braucht. Nicht nur, um die jungen Leute zu erreichen“

Carsten Kelber

Während des Gesprächs zeigt Kelber auf seinem Handy eine lange Liste, durch die er scrollt. Es sind allein die Orte in Frankfurt am Main, an denen Werbung für die zweite Staffel plakatiert wird. „Das ist eine sehr teure Werbeform“, sagt Kelber. Er vermutet, die Werbekosten dürften höher als die Produktionskosten der Serie selbst liegen. Im Berliner Bezirk Mitte liegen Flyer mit den Gesichtern der Serie auf der Straße, in bunten Farben mit Sprüchen wie „Gender-Pay-Gap? Nein, hier werden alle gleich schlecht bezahlt“ oder „Für Mindestlohn gibt’s auch nur Mindestmotivation“.

Wirkt Print? Vielleicht. Jedenfalls macht man keine halben Sachen: Auf diese Weise sollen auch die Entscheiderinnen und Entscheider über Haushaltsbudgets erreicht und in den lukrativen Prime-Kosmos gezogen werden.

Am Ende ist eine Serie natürlich nur so gut, wie die Besetzung Konzept und Ideen rüberbringen kann. „Die Discounter“ schafft es, jede Figur mit Empathie zu betrachten. Es ist das seit „The Office“ erfolgreiche Konzept, dass selbst der größte Hanswurst kein Antagonist ist, sondern dass sein Wesen nachvollziehbar ist.

Etwa Filialleiter Thorsten Kruse, besetzt mit Marc Hosemann, der den Laden nicht unter Kontrolle hat: Die Zahlen sehen nicht gut aus, es gibt Mäuse in der Filiale, das Team legt alle klassischen Tagelöhner-Untugenden an den Tag: rauchen, abhängen, klauen, knutschen – bloß nicht arbeiten.

Oder sei es Titus, gespielt von Regisseur Bruno Alexander, der als Aushilfe neu bei Kolinski anfängt, und durch dessen neutrales Auge man auf die Geschehnisse blickt. Oder auch Jonas Schulze, gespielt von Merlin Sandmeyer, der bei den Fans zur Lieblingsfigur der Serie wurde. Kommentare unter Tiktoks mit ihm: „Jonas ist mein Safespace“ oder „Gebt diesem Mann endlich einen Oscar“. Schließlich ist da noch Rapperin Nura in der Rolle der taffen Angestellten Flora, die immer genau das sagt, was sie denkt.

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Seit Anfang an nutzt man für weiteren Buzz auch Gastauftritte von etablierten Prominenten: Ulmen-Buddy Fahri Yardim schaute in der ersten Staffel vorbei, außerdem Peter Fox. In Staffel zwei wurden die Namen größer: Frederick Lau, Caro Daur und Fußballer Mats Hummels. Sie alle spielen sich selbst, und der größte Witz besteht natürlich darin, dass sich diese von jeder Realität Abgeschirmten überhaupt zu einem Laden namens Feinkost Kolinski in Hamburg-Altona verirren.

Aber kein verkehrtes Zeichen für „Die Discounter“ und das junge Team, wenn auch diese Menschen auf den Kleine-Brüder-Zug springen und via Gastrolle ihre Relevanzphasen verlängern wollen.

Übrigens: Ein Gastauftritt von Angela Merkel steht ganz oben auf der Wunschliste der Macher. Gar nicht so unwahrscheinlich, dass man die Ex-Kanzlerin kriegt. Erstens hat sie gerade viel freie Zeit. Und zweitens weiß man, dass sie selber einkaufen geht – schließlich wurde ihr neulich in einem Supermarkt in Charlottenburg der Geldbeutel geklaut.

Da ist das Ding! Neben unserer Watchlist findet ihr noch diese Themen: Wie die Chief People Officer der Avantgarde Group, Lesley Anne Bleakney, den Bereich Human Resources neu denkt, wie das Vorreiterland Südkorea das Metaverse für sich entdeckt hat, was die Comedy-Impro-Serie „Die Discounter“ so erfolgreich macht und warum Rocker Ville Valo jetzt Pizza verkauft. Viel Spaß beim Lesen! Hier gibt es das Magazin zum Bestellen.

Portrait Katharina Boecker

Katharina Boecker

Katharina hat Germanistik und Anthropologie in der westfälischen Provinz Münster studiert, welche sie für den Journalismus verlassen hat. Sie lebt jetzt in Berlin und sammelt dort an allen Ecken Inspirationen fürs Schreiben - und fürs Leben im Allgemeinen. Wenn sie nicht gerade nach vergessenen 80er-Hits im Internet sucht, interessiert sie sich für Politik, Popkultur und Sport.