Achtung, Stromfresser! So sparst du Energie im Haushalt
Entdecke, wie sich versteckte Stromfresser im Haushalt identifizieren und ausschalten lassen, um Energie und Geld zu sparen. Tipps und Tricks für Drucker, Fernseher, Router und mehr.
Im Haushalt lauern oft unerwünschte Energiefresser, die unbemerkt Strom und Geld verschlingen. Wer diese Schmarotzer aufspürt und eliminiert, kann über das Jahr hinweg einiges an Energie sparen. Doch Vorsicht: Bei manchen Geräten kann das Abschalten nämlich schädlich sein.
Drucker als Stromverschwender Nummer 1
Drucker gehören zu den Geräten, die je nach Typ und Alter echte Stromverschwender sein können, wie „Techbook“ berichtet. Besonders Laserdrucker sind hier die Übeltäter, da sie mit einer Leistung von etwa 300 bis 500 Watt ordentlich zu Buche schlagen. Der Grund dafür liegt im Aufheizprozess nach dem Einschalten. Auch im Standby-Modus verbrauchen sie kontinuierlich Strom. Ein Laserdrucker sollte daher nach Gebrauch komplett vom Stromnetz getrennt werden – aber bitte erst ordnungsgemäß ausschalten.
Anders sieht es bei Tintenstrahldruckern aus. Diese verbrauchen zwar weniger Energie, sollten aber nicht vom Netz genommen werden. Denn bei jedem Neustart führen sie eine Selbstreinigung und einen Test durch, was mehr Energie und Tinte kostet, als sie einfach angesteckt zu lassen.
OLED- und Smart-TVs: Vom Netz trennen, ja oder nein?
Fernseher sind ebenfalls bekannte Stromfresser, auch im Standby-Modus. LCD-Geräte kann man bedenkenlos den Strom abschalten. Bei OLED-TVs sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Die Technik dieser Geräte erfordert, dass die einzelnen Pixel bei jedem Neustart regenerieren. Regelmäßiges Trennen vom Strom kann daher die Leuchtdioden langfristig beschädigen.
Moderne OLED-TVs verfügen oft über Programme, die die Dioden bei der Regeneration unterstützen. Wenn dein Fernseher ein solches Programm hat, kann er relativ sicher vom Stromnetz genommen werden – aber nur, wenn zwischen dem Ausschalten und dem endgültigen Trennen eine gewisse Zeitspanne liegt, so „Techbook“. Auch bei Smart-TVs ist Vorsicht geboten, denn sie können über Nacht Software-Updates durchführen. Diese sollten nicht unterbrochen werden, sonst dauert ein Neustart noch länger und die Funktionalität wird beansprucht.
WLAN auch im Urlaub anlassen
Zwei Wochen auf Malle? Da wird auch mal gerne der W-LAN-Router vom Strom genommen. Doch Vorsicht! Router und Modems sind weitere Geräte, bei denen da andere Regeln gelten. Das regelmäßige Trennen vom Strom schadet dem Router selbst zwar nicht, kann aber andere Probleme verursachen.
Läuft etwa das Festnetztelefon über den Router, beeinträchtigt das Trennen die Erreichbarkeit. Zudem können höhere Kosten entstehen, wenn zum Beispiel das Handy sich dann anstelle mit dem WLAN zu verbinden, auf die mobilen Daten zugreift.
Bestimmte Dienste und Geräte, insbesondere im Smart-Home-Bereich, sind auf eine ständige Internetverbindung angewiesen. Hier kann das Abschalten des Routers zu erheblichen Funktionseinschränkungen führen.
Diese Geräte kannst du ohne Bedenken vom Netz nehmen
Aber natürlich gibt es auch noch die Geräte, die völlig problemlos vom Strom getrennt werden können, ohne dass etwas passiert – außer Geld zu sparen. Dazu zählen Spielekonsolen und die handelsüblichen Ladegeräte für Smartphone und Co. Haushaltsgeräte wie etwa die Mikrowelle dürfen vor einem Urlaub auch einfach abgesteckt werden, um Strom zu sparen.
Die Identifikation und das Ausschalten von Stromfressern im Haushalt kann zu erheblichen Energieeinsparungen führen. Doch Vorsicht ist geboten: Nicht jedes Gerät sollte bedenkenlos vom Netz genommen werden. Informiere dich über die spezifischen Anforderungen und Eigenheiten deiner Geräte, um Schäden zu vermeiden und dennoch effektiv Strom zu sparen.