Alarm im Büro: Gaslighting zerstört Karrieren
Gaslighting im Job ist eine perfide Manipulationstechnik, die Psyche und Karriere gefährdet. Erkenne die Anzeichen und schütze dich vor rechtlichen Folgen.
Gaslighting – diesen Begriff benutzt man heutzutage vor allem dann, wenn jemand bewusst andere Menschen manipuliert, um deren eigene Selbstwahrnehmung aufzuwühlen. Eigentlich aber stammt er aus dem alten Theaterstück „Gas Light“. Darin manipuliert ein Mann seine Frau in dieser Weise. Auch in der modernen Arbeitswelt hat Gaslightning eine erschreckende Relevanz. Diese subtile Manipulationstechnik kann das Selbstbewusstsein und die psychische Gesundheit von Mitarbeitern massiv beeinträchtigen. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff, und warum ist es so wichtig, ihn zu erkennen und zu bekämpfen?
Typische Anzeichen für Gaslighting im Job
Gaslighting kann sich auf verschiedene Weisen manifestieren. Der Personaldienstleister Randstad identifiziert einige typische Anzeichen:
Leugnen von Fakten
Erinnerungen an Absprachen werden als falsch dargestellt.
Fehlinformationen
Falsche oder unvollständige Informationen führen zu Fehlern.
Infragestellen
Unbegründete Kritik und Schuldzuweisungen sind an der Tagesordnung.
Herabwürdigung
Meinungen werden abgewertet, was zu Selbstzweifeln führt.
Manipulation
Erfolge werden anderen zugeschrieben, Entscheidungen plötzlich geändert.
Die Auswirkungen von Gaslighting auf die psychische Gesundheit sind erheblich. Die Apotheken Umschau beschreibt, dass Betroffene oft an Selbstzweifeln und Angstzuständen leiden. Ein schlechtes Selbstwertgefühl ist häufig die Folge ständiger Kritik und Manipulation. Der anhaltende Stress kann zu Burnout führen, und die berufliche Entwicklung wird massiv behindert.
Was kann man dagegen tun?
Doch ein Grund zum Aufatmen: Gaslighting kann auch strafbar sein. Es kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Es wird oft als Mobbing oder psychische Belästigung eingestuft, was in vielen Ländern gesetzlich verboten ist. Arbeitgeber müssen sicher stellen, dass es eine sichere Arbeitsumgebung gibt. Sollte dem nicht so sein, können sie dafür haftbar gemacht werden.
Angestellte, die Gaslighting erfahren haben, haben das Recht, Schadenersatz zu fordern, wenn ihre Gesundheit oder Karriere geschädigt wurde. In Extrem-Fällen kann sogar ein besonderer Kündigungsschutz gewährt werden. Um rechtliche Risiken zu minimieren, sollten Arbeitgeber präventive Maßnahmen wie Schulungen und Beschwerdeverfahren einführen.
Doch was kann man selbst tun, um nicht Opfer von Gaslighting zu werden? Die „Die Barmer“ ans Herz legt, sollte man solche Vorfälle genaustens dokumentieren. Alle Hinweise auf Manipulation sollten gesichert werden. Auch Rücksprache mit Vertrauenspersonen im beruflichen Umfeld können hilfreich sein. Erste Anlaufstationen in solchen Vorfällen könnte auch die Personalabteilung, Psychologe oder Rechtsanwalt sein, um sich beraten zu lassen.
Wichtig ist auch, klare Grenzen zu setzen und sich nicht verunsichern zu lassen. Wenn alle internen Maßnahmen scheitern, kann eine offizielle Beschwerde im Unternehmen helfen, die Situation zu klären.
Gaslighting im Job ist eine ernsthafte Bedrohung für die psychische Gesundheit und die Karriere. Es ist entscheidend, die Anzeichen zu erkennen und sich aktiv dagegen zu wehren. Arbeitgeber tragen eine große Verantwortung, ein respektvolles Arbeitsumfeld zu schaffen und zu erhalten. Bleibt wachsam und schützt euch vor dieser heimtückischen Manipulation.
Quellen: wmn.de, Die Barmer, Apotheken Rundschau, AOK