Am 8. März ist Internationaler Frauentag: Kreativbranche knackt Gender Pay Gap
Frauen in der Kreativbranche verdienen gleich viel wie Männer. Eine neue Studie zeigt, dass Freelancerinnen selbstbewusst ihre Stundensätze erhöhen und die Gender Pay Gap schließen.
Am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert. Ein Tag der auch harte Fakten auf den Tisch bringt. Während Frauen in Festanstellungen in Deutschland noch immer sechs Prozent weniger verdienen als Männer, zeigt eine aktuelle Studie von freelancermap, dass die Kreativbranche in Sachen Gleichberechtigung einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Hier ist die Gender Pay Gap bereits Geschichte.
Kreativbranche: Ein Paradies für Gleichberechtigung?
Die Kreativbranche scheint das Paradebeispiel für Gleichberechtigung zu sein. In den Bereichen Grafik, Content und Medien verdienen Frauen und Männer im Durchschnitt 77 Euro pro Stunde – ein Betrag, der keine geschlechtsspezifische Lücke mehr offenbart. Doch trotz dieser Gleichheit sind nur 33 Prozent der Frauen mit ihrem Einkommen zufrieden, während es bei den Männern 41 Prozent sind. Ein Grund zum Feiern oder doch eher ein Anlass, weiter für mehr Zufriedenheit zu kämpfen?
Freelancing: Der Weg zur Selbstbestimmung
Freelancing bietet Frauen die Möglichkeit, ihre Stundensätze selbst zu bestimmen. Laut der Studie planen 57 Prozent der Freelancerinnen, ihre Stundensätze in den nächsten zwölf Monaten zu erhöhen. Bei den Männern sind es nur 44 Prozent. Besonders in Bereichen wie IT-Infrastruktur und SAP sind die Frauen die Vorreiterinnen. Hier zeigen sich Unterschiede von bis zu 29 Prozentpunkten zwischen den Geschlechtern.
Ein Blick auf die Altersvorsorge
Trotz der positiven Entwicklungen im Einkommensbereich bleibt ein Thema brisant: die Altersvorsorge. Frauen legen im Schnitt 324 Euro pro Monat zurück, während Männer 522 Euro sparen. Ein alarmierendes Ungleichgewicht, das zeigt, dass es noch viel zu tun gibt. Im Ingenieurwesen hingegen sind Frauen zufriedener mit ihrem Einkommen als ihre männlichen Kollegen – ein kleiner Lichtblick.
Der Weg zu mehr Gleichberechtigung
Die Ergebnisse der Studie von freelancermap verdeutlichen, dass Frauen im Freelancing selbstbewusster auftreten und aktiv an der Schließung der Einkommenslücke arbeiten. Thomas Maas, CEO von freelancermap, betont: „Die aktuellen Daten zeigen, dass Frauen im Freelancing zunehmend selbstbewusster in Gehaltsverhandlungen auftreten und aktiv ihre Stundensätze anpassen. Dieser Trend trägt dazu bei, Einkommensunterschiede weiter zu verringern.“ Doch Maas warnt auch davor, dass in vielen anderen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht.
Die Kreativbranche zeigt, dass Gleichberechtigung möglich ist. Doch die Reise ist noch nicht zu Ende. Frauen müssen weiterhin unterstützt werden, um auch in anderen Branchen die Gender Pay Gap zu schließen. Transparenz und faire Preisgestaltung sind dabei Schlüssel zum Erfolg. Die Kreativbranche macht es vor – jetzt müssen andere nachziehen.
Quelle: freelancermap