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Gold: Mit diesen Fragen punktet ihr in jedem Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespräch
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Aktualisiert
Lesezeit4 Min · 777 Wörter

Bewerbungsgespräche sind wie Castingshows – nur ohne johlendes Publikum, in dem man seinen eigenen Namen auf hochgehaltenen Transparanten lesen kann. Und in der Regel auch ohne einen Kritiker wie Dieter Bohlen in der Jury, glücklicherweise.

Wer in einem Bewerbungsgespräch punkten möchte, sollte nicht den Wert von eigenen Fragen unterschätzen. Sie zeigen, sollten sie klug gewählt und nicht bereits im Gespräch geklärt worden sein, wahres Interesse gegenüber der Position und dem Unternehmen. Hier kommen 14 Fragen, die in einem Vorstellungsgespräch Gold wert sein können.

„Habe ich alle Ihre Fragen beantwortet?“

Bevor wir mit unseren eigenen Fragen beginnen, sollten wir uns vergewissern, ob wir im Gespräch auch alle Fragen vollständig und zufriedenstellend beantwortet haben. Die Antwort des Personalers oder zukünftigen Chefs signalisiert uns, ob wir bisher einen guten Auftritt hingelegt haben oder nicht. Falls einige Fragen eher unzureichend beantwortet waren, haben wir jetzt nochmal die Möglichkeit für Klarheit zu sorgen.

„Wie sieht der ideale Kandidat für diese Position aus?“

Mit dieser Frage bekommen wir schnell ein Gefühl dafür, ob wir die nötigen Anforderungen mitbringen oder nicht. Je höher die Kluft zwischen Soll und Ist, desto schneller sollten wir uns damit abfinden, unsere Zeit und Energie besser in andere Bewerbungsverfahren zu investieren.

„Wie würden Sie die Unternehmenskultur beschreiben?“

Die Antwort auf diese Frage vermittelt uns ein Bild davon, was für eine Philosophie im Unternehmen vorherrscht. Wird Wert auf Hierarchie und traditionelle Arbeitsverhälntisse gelegt? Versucht man eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, indem man auch gemeinsame Freizeitaktivitäten plant? Die Unternehmenskultur verrät uns also, ob wir uns im jeweiligen Unternehmen wohlfühlen würden oder eben nicht.

„Wer sind ihre stärksten Konkurrenten? Und in welchem Bereich sehen Sie sich an der Spitze?“

Diese Frage mag im Bewerbungsgespräch etwas voreilig oder übermütig erscheinen, sie signalisiert aber dem Gegenüber, dass wir uns bereits konkret mit der unternemerischen Situation und den Möglichkeiten auf dem jeweiligen Markt auseinandersetzen.

„Neben den eigentlichen Qualifikationen, welche Soft Skills sind Ihnen besonders wichtig?“

Die Antwort auf diese Frage gibt uns nochmal einen Einblick in die Unternehmenskultur und auf welche Werte und Umgangsformen geachtet wird. Damit können wir uns ausmalen, ob wir, neben unserer fachlichen Eignung, in das Unternehmen und Team passen.

„Haben Sie Zweifel an meiner Qualifikation?“

Für diese Frage muss man etwas Mut aufbringen. Sie schafft jedoch klare Verhältnisse: Darf ich mir berechtigte Hoffnungen auf eine Anstellung machen? Andererseits signalisiert sie Selbstbewusstsein, indem wir offen unsere „Defizite“ ansprechen.

„Was gefällt Ihnen persönlich am besten am Unternehmen?“

Mit dieser Gegenfrage rechnen wohl die wenigsten. Aber sie vermittelt uns einen Eindruck davon, wie es hinter den Kulissen im Unternehmen zugeht. Außerdem nimmt es dem Gespräch auch etwas den formalen Charakter, indem wir mehr über den Gesprächspartner als Mensch erfahren.

„Wie haben es bisherige Angestellte geschafft, auf dieser Position erfolgreich zu sein?“

Die Antwort gibt uns ein Bild davon, welche Kriterien für das Unternehmen entscheidend sind und in welchen Währungen Erfolg gemessen wird.

„Gibt es die Möglichkeit, andere aus dem Team kennenzulernen?“

Wir alle wissen wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen im Job sind. Deshalb ist es naheliegend, dass wir die potenziellen Kollegen kennenlernen und ein Gefühl dafür bekommen wollen, ob wir uns in deren Gegenwart wohlfühlen würden oder nicht.

„Handelt es sich hierbei um eine neu geschaffene Position? Wenn nicht: Warum hat die Person vor mir das Unternehmen verlassen?“

Keine einfache Frage, aber sie zeigt unserem Gegenüber, dass wir ganz genau wissen wollen, wie die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen und wie der Arbeitsalltag aussehen könnte. Falls die Antwort auf die Frage lautet, die Person sei befördert worden, wissen wir, dass es sich um eine Position mit Entwicklungspotenzial handelt.

„Wo sehen Sie das Unternehmen in drei Jahren und welchen Beitrag kann die Person in dieser Position dabei leisten?“

Diese Frage unterstreicht, dass wir langfristig denken und mit dem Unternehmen wachsen möchten.

„Auf X habe ich gelesen, dass Y dieses und jenes gesagt hat. Können Sie dazu mehr sagen?“

Hiermit beweisen wir, dass wir unsere Hausaufgaben in Vorbereitung auf das Gespräch gemacht haben.

„Gibt es noch irgendetwas, mit dem ich helfen kann, um Ihre Entscheidung zu erleichtern?“

Eine höfliche und gleichzeitig effiziente Frage, denn wir versichern uns, ob noch bestimmte Zweifel hinsichtlich der eigenen Qualifikation bestehen.

„Gibt es noch irgendetwas, über das wir nicht gesprochen haben? Das Sie aber interessiert?“

Eine letzte Frage, die das Gespräch abrundet. Oftmals taucht nach kurzer Überlegung doch noch die eine oder andere Frage auf.

 

 

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