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Bezos & Thiel sind schon drin: Grönland wird zum Spielfeld der Tech-Elite

Die US-Tech-Elite ist bereits in Grönland investiert.
Business Punk by AI Die US-Tech-Elite ist bereits in Grönland investiert.
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Thiels Utopia: Mehr als nur Rohstoffe

Während KoBold nach Metallen sucht, verfolgt Paypal-Gründer Peter Thiel noch ambitioniertere Pläne. Er finanziert er seit 2021 das Startup Praxis, das eine technologisch fortschrittliche „Freedom City“ auf der Insel errichten will. Das Konzept: ein libertäres Gesellschaftsmodell jenseits klassischer Staatlichkeit.

Die Vision geht weit über Rohstoffgewinnung hinaus. Es geht um die Schaffung eines alternativen Gesellschaftsmodells – ein Experimentierfeld für Thiels libertäre Ideen. Kritiker sehen darin einen digitalen Neokolonialismus, Befürworter einen notwendigen Gegenentwurf zu verkrusteten Staatsstrukturen.

Geopolitisches Schachspiel mit Tech-Figuren

Die Aktivitäten der Tech-Milliardäre fallen in eine Zeit wachsender geopolitischer Spannungen. Während China weltweit Rohstoffzugänge sichert, erkennen auch die USA die strategische Bedeutung Grönlands. Trump hat die Kontrolle über die Insel als „nationale Sicherheitsfrage“ bezeichnet und erklärt: „Wir brauchen Grönland.“ Selbst Elon Musk mischt mit.

Auf seiner Social-Media-Plattform X schrieb er: „Wenn die Menschen in Grönland Teil Amerikas sein wollen, was ich hoffe, wären sie höchst willkommen“. Die neue Machtform zeigt sich nicht in territorialer Kontrolle, sondern in der Beherrschung kritischer Infrastruktur: Daten, Energie, Rohstoffe und KI-Modelle. Wer diese vier Ebenen kontrolliert, braucht keine Flagge mehr zu hissen.

Die Lauder-Connection: Politik und Profit

Besonders brisant ist die Rolle von Ronald Lauder, Erbe des Estée Lauder-Vermögens. Er sei es gewesen, der Trump ursprünglich die Idee gab, Grönland zu „kaufen“. John Bolton, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater, bestätigte dies gegenüber „Forbes“.

Lauder investierte anschließend in ein grönländisches Frischwasser-Abfüllunternehmen, das teilweise Jørgen Wæver Johansen gehört – dem lokalen Vorsitzenden der regierenden Siumut-Partei und Ehemann der grönländischen Außenministerin. Eine Konstellation, die Fragen aufwirft.

Portrait Uli Weißgerber

Uli Weißgerber

Seit über 25 Jahren bewegt er sich an der Schnittstelle von Medien, Marketing und Technologie. Stationen? Sport1, ProSiebenSat.1, Bertelsmann – er war beim Start von Sport1.de dabei hat unter anderem die erste Affiliate-Kampagne in Polen ausgerollt hat. Später hat er mit getperformance das erste TV-Performance-Tracking entwickelt und Marken wie Trivago ins Fernsehen katapultiert. Als Gesellschafter von Promipool wurde er Publisher und baute ein starkes, unabhängiges Content-Portfolio auf. Heute bringt er mit seinem Team und Partnern eigene, komplexe KI-Workflow-Lösungen in Verlage und Agenturen, die mehr können als Buzzwords – unter anderem steuern sie die komplette digitale Plattform von Business-Punk.com.