drive & thrive · Ausland

Blitzer-Apps: Der teure Spaß, der Punkte in Flensburg bringt

Blitzer-Apps sind in Deutschland verboten und können teuer werden.
Shutterstock Blitzer-Apps sind in Deutschland verboten und können teuer werden.
Erschienen
Lesezeit2 Min · 451 Wörter

Blitzer-Apps sind in Deutschland verboten und können teuer werden. Was erlaubt ist und wo es hohe Strafen gibt – alles über die rechtlichen Tücken der Blitzerwarner.

Blitzer-Apps auf dem Smartphone – für viele Autofahrer das ultimative Tool, um teure Knöllchen und Punkte in Flensburg zu vermeiden. Doch was viele nicht wissen: Diese digitalen Helferlein sind in Deutschland während der Fahrt alles andere als legal. Ein Blick auf die rechtlichen Fallstricke und die Konsequenzen, die drohen, wenn man sich erwischen lässt.

Blitzer-Apps: Ein teures Vergnügen

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) hat hier klare Worte: Blitzer-Apps auf dem Smartphone oder Navi sind verboten. Gemäß § 23 Abs. 1c StVO ist es untersagt, technische Geräte zu verwenden oder betriebsbereit mitzuführen, die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzeigen. Wer sich nicht daran hält, riskiert satte 75 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Im schlimmsten Fall könnte sogar das Gerät beschlagnahmt werden. Ein teurer Spaß für eine vermeintlich harmlose App.

Beifahrer in der Grauzone?

Einige Autofahrer dachten vielleicht, sie hätten eine clevere Lösung gefunden, indem sie die App einfach dem Beifahrer überlassen. Doch ein Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 7. Februar 2023 macht auch hier kurzen Prozess. Sobald der Fahrer von den Warnungen profitiert, ist die Nutzung der App ebenfalls verboten. Und das kann den Fahrer noch teurer zu stehen kommen: 100 Euro Bußgeld sind dann fällig.

Legale Alternativen: Wo Blitzerwarnungen erlaubt sind

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nicht jede Art der Blitzerwarnung ist illegal. Informationen über Blitzer vor Fahrtantritt oder während einer Fahrpause sind erlaubt. Ebenso sind die beliebten Blitzerwarnungen im Radio legal, da sie nur ungefähre Standorte angeben. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf diese Alternativen zurückgreifen.

Blitzer-Apps im Ausland: Ein Blick über die Grenzen

Wer glaubt, im Ausland sei alles erlaubt, irrt gewaltig. In vielen europäischen Ländern sind die Regeln sogar strenger als in Deutschland. In Frankreich, Spanien oder der Schweiz drohen hohe vierstellige Strafen, wenn man mit einer Blitzer-App erwischt wird. Nur in wenigen Ländern wie Albanien, Bulgarien und Rumänien sind diese Apps erlaubt. Ein teures Risiko, das man besser nicht eingeht.

Blitzer-Apps mögen verlockend erscheinen, doch die rechtlichen Konsequenzen sind es nicht wert. Die Strafen in Deutschland sind schon hoch genug, und im Ausland kann es noch teurer werden. Zudem ist die Nutzung während der Fahrt nicht nur illegal, sondern auch gefährlich. Die Ablenkung durch das Handy kann schnell zu Unfällen führen. Wer wirklich sicher unterwegs sein möchte, sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und legale Informationsquellen nutzen. Ein Punkt weniger in Flensburg ist schließlich ein Punkt mehr auf dem Führerschein.

Quelle: Bild

Portrait Business Punk Redaktion

Business Punk Redaktion

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.