Business & Beyond Bürokratie-Schock für die deutsche Wirtschaft: Heimische Regeln gefährlicher als Trump, China & Ukraine

Bürokratie-Schock für die deutsche Wirtschaft: Heimische Regeln gefährlicher als Trump, China & Ukraine

„Es hat uns überrascht, dass in Deutschland wesentliche Risiken noch höher eingeschätzt werden als in Bayern“, kommentiert vbw-Präsident Wolfram Hatz die Ergebnisse. „Hier zeigen sich Stärken des Freistaats und bayerischer Unternehmen. Allerdings wird der Unsicherheitsfaktor Energiekosten von deutlich mehr Unternehmen in Bayern als hochgradig riskant eingestuft als deutschlandweit.“

Weltpolitik rückt in den Hintergrund

Bemerkenswert: Zum Zeitpunkt der Befragung zwischen Ende Januar und Ende Februar 2025 stuften lediglich 16 Prozent der bayerischen Unternehmen geopolitische Risiken als „hoch“ ein. Nur elf Prozent sahen im Protektionismus – zu dem auch Trumps Zollpolitik zählt – eine große Gefahr.

„Zum Zeitpunkt der Befragung, die bis Ende Februar lief, sahen sich ein Teil der Unternehmen bei diesen internationalen Themen noch weniger belastet als von den Problemen im Land“, erklärt vbw-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brossardt. Er räumt ein, dass eine erneute Umfrage angesichts der jüngsten Entwicklungen in den USA heute vermutlich ein anderes Bild zeichnen würde.

Klimarisiken am Ende der Sorgenliste

Den geringsten Risikowert erzielten sowohl in Bayern als auch bundesweit die unmittelbaren Klimarisiken. Die Klimapolitik als Risikofaktor rangiert hingegen im Mittelfeld der Unternehmenssorgen. Laut Studie besteht die Befürchtung, dass hohe europäische Klimaschutzambitionen die internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnten, besonders wenn andere Wirtschaftsmächte wie die USA weniger strenge Auflagen haben.

Hausgemachte Probleme selbst lösen

Die Ergebnisse der Studie, die auf einer Telefonumfrage unter je 300 bayerischen und 300 deutschen Unternehmen außerhalb Bayerns basiert, sollen am 7. Mai auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel in Gmund am Tegernsee ausführlich vorgestellt werden. Für vbw-Präsident Hatz ist die Schlussfolgerung klar: „Alle Probleme, die Deutschland selbst verursacht hat, kann und muss Deutschland auch selber lösen.“ Der Ball liegt nun im Spielfeld der neuen Bundesregierung.

Quelle: merkur.de

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