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Chronisch krank? So hilft der Schwerbehindertenausweis wirklich!

Diese Vorteile bietet ein Schwerbehindertenausweis
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Ein Schwerbehindertenausweis bietet viele Vorteile: Steuerliche Erleichterungen, Kündigungsschutz und mehr Urlaub. Wie und wann ein Antrag sinnvoll ist, erfährst du hier.

Chronische Erkrankungen können den Alltag massiv beeinträchtigen. Ein Schwerbehindertenausweis kann hier Abhilfe schaffen. Doch was genau bedeutet das eigentlich und welche Vorteile bringt er mit sich? Hier gibt es die wichtigsten Infos.

Wann gibt’s den Schwerbehindertenausweis?

Ein Schwerbehindertenausweis wird ausgestellt, wenn ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 festgestellt wird. Das Versorgungsamt oder eine ähnliche Behörde bewertet den Gesundheitszustand und berücksichtigt dabei körperliche, geistige und seelische Beeinträchtigungen. In der Regel sind keine zusätzlichen Untersuchungen nötig, bestehende ärztliche Befunde reichen meist aus.

Grad der Behinderung

Die Behinderung wird in Graden von 20, also weniger schwerwiegend, bis 100, sehr beeinträchtigt, eingeteilt. Je höher der GdB ist, desto größer sind auch die Vorteile des Schwerbehindertenausweises. Der GdB wird in Schritten von 10 festgelegt und ab 50 gibt es den Schwerbehindertenausweis. Ab einem GdB von 30 kann allerdings bereits eine Gleichstellung mit Schwerbehinderten erfolgen, um im Arbeitsleben von besonderen Schutzregelungen Gebrauch zu machen.

Die Vorteile des Schwerbehindertenausweises

Ein Schwerbehindertenausweis bringt zahlreiche Vorteile. Diese sogenannten Nachteilsausgleiche kompensieren die zusätzliche Belastung und die hohen Kosten, die oft mit einer Beeinträchtigung einhergehen.

1. Kündigungsschutz

Im Arbeitsleben bietet der Schwerbehindertenausweis einen besonderen Kündigungsschutz. Arbeitgeber können nicht ohne Weiteres kündigen; sie benötigen die Zustimmung des Integrationsamtes – das bedeutet aber nicht, dass man nicht gekündigt werden kann.

2. Urlaubstage

Bei einem GdB von mindestens 50 stehen in der Regel zusätzliche Urlaubstage zu. Oft sind das fünf Tage mehr im Jahr, um sich besser von den Belastungen zu erholen.

3. Steuerliche Vorteile

Je nach GdB gibt es einen jährlichen Pauschbetrag, der in der Steuererklärung geltend gemacht werden kann. Bei besonders schweren Beeinträchtigungen können auch Pflegekosten oder Hilfsmittel abgesetzt werden. Auch bei der Kfz-Steuer gibt es Vorteile. Je nach Behinderungsgrad kann eine Befreiung oder Ermäßigung möglich sein.

4. Ermäßigung im ÖPNV

Ab einem gewissen Grad der Behinderung und bei bestimmten Beeinträchtigungen ist es möglich, den öffentlichen Nahverkehr günstiger bis hin zu kostenfrei zu nutzen. Informiere dich, ob dein Bundesland diese Regelungen eingeführt hat.

5. Schnellerer Zugang zu Dienstleistungen

Ein Schwerbehindertenausweis erleichtert den Zugang zu Hilfsmitteln oder Dienstleistungen. Dazu gehören medizinische Versorgung, Rehabilitationsmaßnahmen und Pflegehilfsmittel.

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