Climate Quitting – Wenn Umweltschutz zur Karrierepriorität wird
Climate Quitting beschreibt den Trend, bei dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Job kündigen, weil sie mangelndes Engagement im Umwelt- und Klimaschutz vonseiten des Arbeitgebenden nicht akzeptieren.
Immer mehr Arbeitnehmende legen Wert auf Umwelt- und Klimaschutzbelange, insbesondere in den jüngeren Generationen. Eine Studie zeigt, dass 35 Prozent der Befragten in den USA und in Großbritannien bereits Arbeitgeber verlassen haben, weil die individuellen Wertvorstellungen nicht mit denen des Unternehmens übereinstimmten.
Warum Arbeitnehmende wegen des Klimas kündigen
Angesichts der zunehmenden Sichtbarkeit des Klimawandels durch Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürren und Stürme, sind insbesondere die Millennials und die Generation Z besorgt um ihre Zukunft und erwarten Maßnahmen von Politik und Wirtschaft. Diese jungen Generationen sehen den enormen Einfluss von Großunternehmen und drücken durch das Kündigen von Jobs oder die gezielte Ablehnung bestimmter Arbeitgeber ihren Protest und ihre Haltung aus.
Climate Quitting aus Sicht von Unternehmen
Die Anliegen dieser jungen Menschen sollten von Unternehmen keinesfalls ignoriert werden, da sie die Fachkräfte sind, nach denen Arbeitgebende händeringend suchen.
Der Trend wirkt also auf den ersten Blick herausfordernd für Unternehmen – es besteht Handlungsbedarf. Denn es liegt nahe, dass sich Mitarbeitende untereinander austauschen, wodurch die Wahrscheinlichkeit von weiteren Fällen der Klima-Kündigung steigt.
Aber: Unternehmen können diese Herausforderung auch zum Anlass nehmen, um ihr Bild als attraktiver Arbeitgeber zu stärken. Indem sie Anliegen ihrer Mitarbeitenden ernst nehmen und Schritte zu mehr Nachhaltigkeit einleiten, können sie sich als umweltfreundliches Unternehmen positionieren. Wenn Veränderungen konsequent umgesetzt werden, können sie noch mehr talentierte, junge Fachkräfte anziehen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Wichtig dabei ist aber die langfristige Umsetzung der Maßnahmen. Denn die jungen Arbeitnehmenden würden Greenwashing keinesfalls übersehen.