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DeepSeek V4: Die nächste Runde im KI-Duell

DeepSeek V4: Die nächste Runde im KI-Duell
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Das chinesische KI-Startup DeepSeek legt am kommenden Frteitag mit seinem neuen Modell V4 nach – ein Jahr nach dem Überraschungserfolg von R1. Damals wurde der Markt aufgemischt, US-Tech-Aktien gerieten ins Wanken. Diesmal bleibt der große Knall wohl aus. Der Grund: Die Konkurrenzfähigkeit chinesischer KI ist längst eingepreist.

Mehr Power, mehr Autonomie

V4 bringt spürbare Upgrades bei logischem Denken und sogenannten agentischen Fähigkeiten. Das Modell kann komplexe Aufgaben eigenständig ausführen, etwa Code schreiben oder Prozesse automatisieren. Gleichzeitig arbeitet es effizienter mit großen Datenmengen und Tokens – ein klarer Schritt Richtung produktiver Einsatz im Alltag.

Open Source als Kampfansage

Während Modelle von OpenAI, Anthropic und Google meist geschlossen bleiben, setzt DeepSeek weiter auf Open Source. Strategie dahinter: schnelle Verbreitung, breite Anwendung – von E-Commerce bis Robotik. China spielt hier gezielt auf Skalierung statt Exklusivität.

Chips aus der Heimat

Wegen US-Exportbeschränkungen musste DeepSeek umdenken. Statt Hardware von Nvidia oder AMD kommt Technik von Huawei und Cambricon zum Einsatz. Mit neuen Clusterlösungen wird die nötige Rechenpower dennoch erreicht.

Stark, aber nicht an der Spitze

V4 liefert solide Ergebnisse, besonders im Open-Source-Bereich. Bei komplexem Weltwissen und Top-Performance liegen Modelle wie Gemini oder ChatGPT aber weiterhin vorne. Trotzdem: DeepSeek bleibt ein ernstzunehmender Herausforderer.

Fazit: Kein Hype, aber Druck

Der Überraschungseffekt ist weg – der Wettbewerb nicht. DeepSeek zeigt, dass China im KI-Rennen dauerhaft mitspielt. Leiser als beim letzten Mal, aber strategisch nicht weniger relevant.

Günther Suchy

Günther Suchy ist bei Business Punk Head of Digital Editorial. Daneben ist er Professor für Kommunikation und Journalismus an der Duale Hochschule Baden-Württemberg am Campus Ravensburg – also einer, der die Medienwelt nicht nur lehrt, sondern lebt. Der promovierte Volkswirt kennt den Journalismus und die digitalen Medien jenseits des Elfenbeinturms: Er leitet das Hochschulradio „Das kleine U-Boot“, baut crossmediale Ausbildungs- und Produktionsformate auf und hält dabei immer den Finger am Puls der Branche. Bevor er an die Hochschule nach Ravensburg kam, war Suchy unter anderem in der Unternehmenskommunikation von MAN und in leitenden Funktionen digitaler Medienprojekte tätig – sowie als Online-Redaktionsleiter der Automotive-Formate bei Motorvision (DSF). Seine Lehr- und Forschungsprojekte bringen ihn immer wieder in die Welt hinaus: Nach China, Chile, Marokko oder Bhutan, wo er 2024 und 2025 am Royal Thimpu College lehrte und das Nationale Olympische Komitee zum Thema „Nachhaltigkeitskommunikation im Sport“ beriet. An der Universität Durban in Südafrika gibt er Seminare zum Thema "Green Startups". Zwischen Subkultur, Startup-Mindset und System fühlt er sich zu Hause – und genau aus dieser Perspektive schreibt er für Business Punk.