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Frauen an der Macht: So sähe Deutschland aus, wenn nur Frauen wählen dürften!

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Eine neue Studie zeigt: Frauen wählen anders als Männer, das könnte Deutschlands Politik revolutionieren. Welche Parteien Frauen bevorzugen und wie sich das auf die Regierung auswirken würde.

Stell dir vor, nur Frauen dürften in Deutschland wählen. Wie sähe das politische Bild aus? Eine Studie des Kölner Soziologen Dr. Ansgar Hudde zeigt, dass die Geschlechter bei der Wahlentscheidung immer weiter auseinanderdriften. Besonders junge Männer tendieren zu konservativen Parteien, während Frauen progressiver wählen. Dieses Phänomen wird in der Forschung als „Modern Gender Gap“ bezeichnet. Was würde passieren, wenn nur Frauen den Bundestag wählen dürften?

Die Wahlgewohnheiten der Frauen

Ein Blick auf die letzten Bundestagswahlen zeigt deutliche Unterschiede in den Wahlgewohnheiten von Männern und Frauen. Laut der Studie von Dr. Hudde waren die Grünen bei jungen Frauen zwischen 18 und 24 Jahren besonders beliebt und erhielten 28 Prozent der Stimmen. Bei den Männern derselben Altersgruppe lag die FDP mit 26 Prozent vorne. Die Grünen konnten hier nur 20 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Das Fazit der Studie: Parteien, die sich stark für Gleichstellung und Feminismus einsetzen, haben einen größeren Anteil weiblicher Wähler.

Frauen wählen linker

Hätten bei der letzten Bundestagswahl 2021 nur Frauen gewählt, hätten die SPD und die Grünen jeweils einen Prozentpunkt mehr erzielt. Die AfD und die FDP hätten hingegen Sitze verloren. „Frauen haben bei der letzten Bundestagswahl linker gewählt“, erklärt Politikwissenschaftlerin Elke Wiechmann von der Universität Hagen laut „dw.com“.

Das hänge mit den unterschiedlichen Lebensrealitäten von Männern und Frauen zusammen. Frauen seien oft für Kinder, Haushalt und Karriere verantwortlich und legten daher mehr Wert auf Themen wie öffentlichen Nahverkehr und Geschlechtergleichstellung.

Parteipräferenzen im Wandel der Zeit

In den 1950er und 1960er Jahren war die CDU bei Frauen besonders beliebt. Mehr als die Hälfte aller Wählerinnen stimmte damals für die konservative Partei. Politologin Wiechmann erklärt gegenüber „DW“, dass dies an den christlichen und familiären Werten der CDU lag.

Doch mit der Zeit änderten sich die Prioritäten der Frauen. „Das hat sich gewandelt, als Kinder, Küche, Kirche für Frauen weniger zentral wurden“, so Wiechmann. Auch Angela Merkel konnte diesen Trend nur zeitweise umkehren. Nach ihrem Rücktritt verlor die CDU bei der Bundestagswahl 2021 fast vollständig den Vorsprung bei den weiblichen Wählern.

Historische Erfolge weiblicher Abgeordneter

Frauen im Bundestag haben in der Vergangenheit bereits bedeutende Erfolge erzielt. 1957 stimmten sie gegen das „Stichentscheid des Ehemannes“, das Ehemännern das letzte Wort in ehelichen Angelegenheiten gab. 1997 wurde dank eines höheren Frauenanteils im Bundestag die Vergewaltigung in der Ehe zur Straftat erklärt. Ulla Schmidt von der SPD erinnert sich im Gespräch mit „DW“: „Wir hatten endlich einen höheren Frauenanteil. Wenn Sie unter zehn Prozent Frauen haben, da können Sie so viel fraktionsübergreifend machen, wie sie wollen. Dann haben Sie überhaupt nicht die Basis, um Druck auszuüben in der eigenen Fraktion.“

Aktuelle Verteilung und Parteizugehörigkeit

Aktuell werden etwa 35 Prozent der insgesamt 736 Sitze im Bundestag von Frauen besetzt. Die meisten von ihnen gehören linken Parteien an, wie den Grünen, die allein 70 weibliche Abgeordnete stellen. Die AfD hat dagegen nur neun Frauen im Bundestag.

Frauen in der Politik: Warum sie so wichtig sind

Frauen haben in der Politik oft andere Prioritäten als Männer. Ihre Wahlentscheidungen und die Themen, die sie in den Bundestag einbringen, können die politische Landschaft Deutschlands erheblich verändern. Mehr Frauen im Parlament bedeuten mehr Aufmerksamkeit für Themen wie Geschlechtergleichstellung und soziale Gerechtigkeit.

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