Frauenpower im Business: Dieses Land erreicht historischen Meilenstein!
Frauen in Schottland gründen und führen erstmals gleich viele Unternehmen wie Männer. Ein Bericht zeigt, dass 8,6 % der Frauen im arbeitsfähigen Alter 2023 ein neues Unternehmen starteten oder führten, verglichen mit 9,8 % der Männer.
Frauenpower im Business! Schottland hat einen historischen Meilenstein erreicht: Zum ersten Mal gründen und führen Frauen genauso viele Unternehmen wie Männer. Das ist nicht nur ein Triumph für die Gleichstellung, sondern auch ein Zeichen für den Wandel in der Geschäftswelt. Aber was bedeutet das wirklich? Und wie sieht der Weg für zukünftige Unternehmerinnen aus?
Gleichstellung im Unternehmertum: Ein Blick auf die Zahlen
Die jüngsten Zahlen des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) sind beeindruckend. Im Jahr 2023 waren 8,6 % der arbeitsfähigen Frauen in Schottland dabei, ein neues Unternehmen zu gründen oder zu führen. Bei den Männern lag dieser Wert bei 9,8 %. Das bedeutet, dass die Geschlechter im Unternehmertum nahezu gleichauf liegen – eine sogenannte „statistische Parität“. Zum Vergleich: 2022 waren es 7,2 % der Frauen und 10,5 % der Männer. Diese Entwicklung zeigt, dass immer mehr Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.
Ein historischer Moment
Prof. Sreevas Sahasranamam von der Adam Smith Business School an der University of Glasgow beschreibt gegenüber „BBC Scotland News“ diesen Moment als „momentous“. Vor vier Jahren, im Jahr 2020, gab es noch eine fast vierprozentige Lücke zwischen männlichen und weiblichen Unternehmertum. Diese Lücke zu schließen, ist ein großer Fortschritt.
Dennoch gibt es noch viel zu tun, um das unternehmerische Umfeld für Frauen zu verbessern. Prof. Sahasranamam betont, dass das allgemeine Klima für die Schaffung von Geschäftsmöglichkeiten in Schottland noch besser sein könnte. Besonders die Unterstützung für weibliches Unternehmertum wurde als „weniger als zufriedenstellend“ bewertet, mit einer Punktzahl von unter drei von zehn.
Genna Masterton: Vom Klassenzimmer ins Tech-Business
Ein inspirierendes Beispiel für diese Entwicklung ist Genna Masterton. „bbc.com“ beleuchtet die Hintergründe ihrer Laufbahn. Die ehemalige Grundschullehrerin hat den Sprung in die Tech-Branche gewagt und ihre Firma Kinoro gegründet. Ihr Unternehmen bietet ein Online-Coaching-Tool für Erwachsene, um Kindern zu helfen. Diese Idee entstand aus ihrer Frustration, nicht jedem Kind im Klassenzimmer helfen zu können. Genna wollte einen größeren Einfluss haben und entschied sich, ihre Vision in die Tech-Welt zu bringen.
Herausforderungen und Erfolge
Die ersten Jahre als Unternehmerin waren für Genna eine Achterbahnfahrt. Sie beschreibt die Höhen, wenn man in einem unterstützenden Umfeld arbeitet, das die eigenen Ambitionen nicht unterschätzt. Doch sie ist sich auch der Herausforderungen bewusst. Während ihre männlichen Kollegen oft schnell Investoren finden, musste sie sich durch unzählige Meetings kämpfen. Aber Genna gibt nicht auf. Ihr Ziel ist es, den Weg für zukünftige Unternehmerinnen zu ebnen und ihnen den Einstieg zu erleichtern.
Ein Blick in die Zukunft
Genna hofft, dass ihr Unternehmen global expandiert und einen positiven Einfluss auf Kinder und Familien weltweit hat. Sie betont, dass es für sie auch darum geht, Flexibilität zu haben, besonders im Hinblick auf die Gründung einer eigenen Familie. Ihre Geschichte zeigt, dass es möglich ist, große Träume zu verwirklichen, auch wenn der Weg dorthin steinig ist.
Noch viel zu tun
Trotz dieser Erfolge gibt es noch viele Herausforderungen. Das allgemeine unternehmerische Umfeld in Schottland könnte besser sein und die Unterstützung für weibliche Unternehmer muss verbessert werden. Doch der Fortschritt ist unbestreitbar. Frauen wie Genna Masterton zeigen, dass es möglich ist, Barrieren zu durchbrechen und erfolgreich zu sein.