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Gesine Cukrowski: Film, Feminismus, Fahrspaß

Gesine Cukrowski: Film, Feminismus, Fahrspaß
Erschienen
Aktualisiert
Lesezeit5 Min · 965 Wörter

Gesine Cukrowski hat keine Lust mehr auf Klischees von verhärmten Kommissarinnen, unsichtbaren Ü50-Frauen und die immer gleiche Männer-zentrierte Erzählung. In ihrem Buch „Sorry Tarzan, ich rette mich selbst!“ und mit ihrer Initiative „Let’s change the picture“ fordert sie: Mehr echte Frauenrollen, mehr Facetten, mehr Leben. Denn das wahre Drama beginnt nicht mit 30 – sondern erst so richtig nach 50. Und weil Revolution auch PS braucht, bringt Cukrowski ihre Message nicht nur auf die Leinwand, sondern auch auf die Straße – als Opel-Markenbotschafterin. Warum sie sich für die Marke entschieden hat, welche Geschichten sie im Kino vermisst, verrät sie hier.

Frau Cukrowski, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass Frauen über 55 (47) im Film oft entweder gar nicht oder nur als Stereotypen existieren. Wie hat sich diese Schieflage über Jahrzehnte so verfestigt – und wer trägt die Verantwortung dafür?

Genau diese Frage habe ich mir für mein Buch gestellt und es gibt darauf nicht die eine Antwort. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass das eine klare Folge des männlichen Blicks auf uns Frauen ist. Wir wurden alle im Patriarchat sozialisiert und die sexistische Betrachtung von Frauen und ihre Objektifizierung trägt dazu bei, dass Frauen, die durch die Wechseljahre ihrer Funktion des Kinderkriegens beraubt sind, scheinbar keine erzählenswerte Position in unserer Gesellschaft mehr besitzen, was natürlich völliger Blödsinn ist.

Wechseljahre, Sexualität, beruflicher Neustart – all das sind Themen, die Millionen Frauen betreffen, aber in Film und TV kaum vorkommen. Gibt es für diese Geschichten wirklich keinen Markt – oder fehlt einfach der Mut, sie zu erzählen?

Der Markt ist riesengroß und wird täglich größer. Als unsere Kampagne „Let’s Change the Picture“ im Februar 2023 an den Start ging, betrug die offizielle Zahl von Frauen im Alter 47 plus in Deutschland über 21 Millionen. Das ist ein Viertel unserer Gesellschaft. Wieso sollten wir älteren Frauen nicht an tollen Geschichten über uns interessiert sein? Wir bekommen auch viele Rückmeldungen von jungen Frauen, die uns sagen, dass ihnen im Fernsehen die Vorbilder fehlen. Sie wollen doch wissen, was auf sie zukommt und woran sie sich orientieren können. 

Sie haben „Let’s change the picture“ ins Leben gerufen, um das Bild von Frauen in der Mitte des Lebens zu verändern. Welche Reaktionen bekommen Sie aus der Branche – eher Applaus oder eher Abwehr?

Es gibt tatsächlich keine Abwehr. Selbst die Sender-Verantwortlichen kommen auf uns zu und wollen mit uns gemeinsam das Bild öffnen. Die Zeit war einfach reif dafür. Da die eindimensionale Erzählung von Frauenfiguren aber systemisch ist und althergebrachten patriarchalen Erzählstrukturen innewohnt, kann man nicht einfach einen Schalter umlegen. Ein so tief verfestigtes Muster aufzubrechen ist harte Arbeit.

Gibt es Länder oder Filmindustrien, die uns in Sachen Frauenrollen und Altersvielfalt bereits voraus sind? Und was können deutsche Filmschaffende davon lernen?

Nein. Die Filmindustrie hat seit Jahrzehnten eine klassische Erzählweise und die ist durch und durch patriarchal geprägt. Es gibt einen tollen Film der Regisseurin Nina Menkes, „Brainwashed- Sexismus im Kino“. In ihrer Filmdokumentation analysiert sie die Objektifizierung und Sexualisierung von Frauen im Kino. Aber tatsächlich war das Jahr 2024 für Geschichten über Frauen im Kino ein sehr Gutes. Zum allerersten Mal gab es in den USA gleichviel männliche wie weibliche Hauptrollen in besucherstarken Filmen. Ich freue mich auf die Zeit, in der erfolgreiche Filme, auch ohne Sexualisierung von Frauen auskommt. Davon sind wir aber, obwohl es schon so tolle Beispiele gibt, wie „Das Lehrerzimmer“, „Die Fotografin“, oder „ Nyad“, noch weit entfernt.

Wenn Sie sich morgen eine Traumrolle schreiben könnten – welche Geschichte müsste unbedingt erzählt werden?

Ich habe das Glück, in meiner Traumrolle auf der Bühne stehen zu dürfen. Geschrieben hat sie mir Martin Mühleis, Kopf des Sagas-Ensembles. Ich spiele in dem Stück „Ich bin Astrid aus Småland“ Astrid Lindgren. Zusammen mit vier Musikern, die das ganze musikalisch abrunden, tauchen wir in Astrid Lindgrens Leben und die Entstehung ihrer Werke ein. Wir touren damit durch ganz Deutschland. Diese Frau und ihr faszinierendes Leben ist eine große Inspiration.

Von der Theaterbühne zum Automobil: Wie kam es zu Ihrer Partnerschaft mit Opel – und was verbindet Sie mit der Marke?

Ich bin seit 20 Jahren Opel Fan. Durch einen Zufall. Ich hatte eigentlich ein anderes Auto bei einer Autovermietung reserviert und fing an rumzumotzen, als man mir einen Opel Vectra zur Verfügung stellen wollte. Ich hatte tatsächlich Vorurteile gegenüber der Marke. Nach meiner ersten Fahrt mit dem Opel Vectra, der diese grandiosen orthopädischen Sitze hatte, für die Opel zurecht jährlich Preise gewinnt, wollte ich keine andere Automarke mehr fahren. Ob Vectra, Insignia, Astra, oder nun Grandland E, ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis super und genieße in jedem Auto diese Spitzensitze.

Opel steht für Tradition, aber auch für Wandel. Wie wichtig sind Ihnen Innovation und Nachhaltigkeit, gerade wenn es um Mobilität der Zukunft geht?

Mir ist Nachhaltigkeit besonders wichtig. Ich habe mich sehr gefreut, dass Opel so konsequent auf E-Mobilität gesetzt hat. Dass es jetzt den Grandland E gibt, mit dem man eine solch tolle Reichweite hat und er trotz seiner Größe so leicht ist, begeistert mich und unterstützt mich auf meinen teilweise sehr langen Fahrten zu meinen Auftrittsorten in ganz Deutschland.

Welches Opel-Modell fahren Sie selbst – und was ist Ihr persönliches Must-have in einem Auto?

Ich fahre als nächstes den Grandland E. Ich brauche für meinen sehr mobilen Beruf einen großen Kofferraum und exzellente Sitze. Das Sicherheitspaket von Opel ist auch ganz toll. Das gute Bremssystem von Opel hat einem kleinen Jungen schon einmal das Leben gerettet, als er mir vors Auto gelaufen ist, obwohl seine Ampel rot war…

Portrait Susie von den Stemmen

Susie von den Stemmen

Mit über 30 Jahren Erfahrung in den Medien hat Susie eine vielseitige Karriere als TV-Redakteurin, Print- und Online-Journalistin verbracht. Ihr Fokus liegt auf Kultur, Auto- und Lifestylethemen, in denen sie eine umfassende Expertise aufgebaut hat. Diese Tätigkeiten haben ihr die Möglichkeit eröffnet, faszinierende Orte zu bereisen und ein umfassendes Netzwerk im Bereich der Persönlichkeiten hinter den Marken und VIPs aufzubauen. Susies beruflicher Werdegang begann nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften und Germanistik mit einer ersten Berufsstation beim Disney Club (ARD), gefolgt von Redaktionsarbeiten für Gottschalk Late Night (RTL) und Jay Leno (NBC Los Angeles). Sie hat zahlreiche Fernsehaufträge für verschiedene Sender durchgeführt, darunter die Produktion von TV Beiträgen, Leitung von Studioredaktionen und die Akquise von Neugeschäft. Nachdem sie mit ihrer Familie nach Hamburg gezogen ist, hat sie ihre Karriere im Printbereich gestartet, zunächst bei Park Avenue für Gruner & Jahr und später bei Gala und anderen renommierten Titeln. Als VIP-, Automobil- und Kultur-Beauftragte hat sie weiterhin die Welt bereist, ihr Netzwerk ausgebaut und ihre Leidenschaft für die Auto-, Reise- und Genussszene vertieft. Aktuell leitet sie das Office! von den Stemmen in Hamburg und München. Kunden waren und sind: Bild, Cosmopolitan, Travellers World, Ramp, Audi Magazin, Air Tours, Lufthansa Magazin, DB Magazin, Tagesspiegel, Myself, Zeit Online, Instyle Men und nun auch Business Punk. Neben ihrem Wohnsitz in Hamburg ist sie dank ihrer Porsche Rennlizenz weltweit im Einsatz, um fesselnde Geschichten rund um Automobilität, Kultur und Lifestyle zu generieren.