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Habibi: “Wir wollen die arabische Schrift von ihren Vorurteilen befreien“

Habibi: “Wir wollen die arabische Schrift von ihren Vorurteilen befreien“
Habibi
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Aktualisiert
Lesezeit8 Min · 1.616 Wörter
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Habt ihr auch schon mal kritische Leute von Habibi überzeugen können?

Imad: Ja, ich war in einem Sneakerstore und hatte ein Habibi-Shirt an. Da habe ich auf den Verkäufer gewartet und er wusste das auch. Er hat dann aber dauernd andere Leute bedient, so dass ich zu ihm hingegangen bin und meinte, dass ich schon ein bisschen länger warte.

Daraufhin sagte er: „Oh, du kannst ja Deutsch.“ Da war ich ein bisschen geschockt und meinte: „Ja, klar kann ich Deutsch, aber ich habe eigentlich Fragen zu den Schuhen.“ Und der Verkäufer antwortete: „Mit so einem T-Shirt würde ich hier nicht rumlaufen, sonst denken alle, du bist ein Extremist.“ Ich habe ihm dann gesagt, dass da nur „Habibi“ steht. Er war dann auch von sich selbst überrascht. Ich habe richtig gemerkt, dass er sich geschämt hat.

Wie reagiert ihr auf solche Situationen?

Imad: Wir versuchen den Leuten immer zu sagen, dass das nicht schlimm ist. Wir wollen Negatives nicht mit Negativem bekämpfen. Wir wollen die Leute einfach aufklären.

(Credits: Habibi)

Was sind eure Zukunftspläne und Visionen für Habibi?

Jessy: Wir haben im August unser Manifest verfilmt. Wichtig zu wissen ist auch, dass der Film kein Fashion-Film ist, sondern unsere Message im Zentrum steht.

Imad: Genau, es ist einfach ein Kurzfilm mit unserer Message. Gleichzeitig zur Filmvorstellung im Studio 229 kommt am 07. November natürlich auch eine neue Kollektion raus. Unsere Vision ist es, durch die liebevolle Botschaft „Habibi“ einer vermeintlichen Bedrohlichkeit oder einem bestehenden Misstrauen entgegenzuwirken, welches arabische Schrift zum Teil in der Welt auslöst – durch Ideen, Designs und Kunst.

Michael Gnahm

Michael studiert Marketingkommunikation, weil er es mit klassischen Studiengängen wie Wirtschaftswissenschaften einfach nicht so hat. In den Journalismus ist er zufällig reingestolpert und mittlerweile voll in Love. In seiner Freizeit hört er gerne musikalische Kunstwerke aus dem Bereich des deutschen Sprechgesangs. Also komm ins Café, wir müssen reden!