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Immobilien: „Toxischer Mix“ auf Bürokratie und Energiekosten vergiftet die Branche

Immobilienpreise
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Spektakulär macht in diesen Tagen die Autoindustrie mitsamt Zulieferbusiness auf sich aufmerksam. Doch die Krise macht nicht bei Auto oder Chemie halt. Auch die Immobilienwirtschaft leidet. Und es wird immer schlimmer.

Dass der Wohnungsbau weit hinter den Hoffnungen und Erwartungen zurückbleibt, ist oberflächlich betrachtet auf den Rückgang oder gar das Ausbleiben von Aufträgen zurückzuführen. Dabei wirkt es paradox, wenn gleichzeitig Wohnungsnot in praktisch allen Großstädten Wohnungsnot herrscht. Das migrationsgetriebene Wachstum der Bevölkerung saugt jeden Zuwachs an Wohnraum auf. Hohe Preise, hohe Mieten – was die Beschwernisse der einen sind, sollten den anderen, der Bauwirtschaft, eigentlich gute Aussichten bieten, mit schnellem Neubau, Umbau oder Sanierung ihr Auskommen zu finden. Doch die reine Marktlehre hilft dem Sektor nicht. Denn kaum eine Branche ist so stark von staatlichem Handeln abhängig.

Die Ampelkoalition hatte sich auf die Fahnen geschrieben, den Bau von 400.000 Wohnungen jährlich zu ermöglichen. Die Realität zeigt sich an den Zahlen des ersten Halbjahrs 2024: Da wurden gerade einmal für 106.700 Wohneinheiten die Baugenehmigungen vergeben – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 21 Prozent. Das zweite Halbjahr droht noch düsterer zu werden, womit nicht einmal die Hälfte des verkündeten Ziels 2024 erreicht werden dürfte.

Reinhard Schlieker

Der langjährige Wirtschaftsjournalist und Autor Reinhard Schlieker bringt einen breiten Fernsehhintergrund mit. 1991 ist Schlieker in die Redaktion des ZDF-Heute-Journals eingetreten. Im Jahr 2000 wechselte er in die Finanzredaktion des ZDF mit Livemoderationen von der Frankfurter Börse in den aktuellen Nachrichtensendungen. Für Millionen Fernsehzuschauer ist Schlieker das seriöse Gesicht der deutschen Börse. 2001 veröffentlichte er das Buch „Zwischen Reibach und Ruin“. Während der Finanzkrise 2008 arbeitete er zeitweise im Team des ZDF-Studios New York und ab 2010 des ZDF-Studios Washington mit. Schlieker war zuvor für den deutsch-britisch-schweizerischen European Business Channel mit Sitz in Zürich tätig, für den er zeitweise auch als Korrespondent aus Paris und London berichtete.