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Jugendsprache 2024: Was zur Hölle bedeuten diese Wörter?

Jugendwörter erklärt
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Lesezeit4 Min · 863 Wörter

Jugendsprache 2024: Von „Golden Retriever Energy“ bis „Very demure“ – ein amüsantes Lexikon für Eltern, die den Slang ihrer Kinder verstehen wollen.

Jugendliche und ihre Sprache – ein Mysterium, das Eltern weltweit vor Rätsel stellt. Wer hat sich nicht schon gefragt, was diese seltsamen Begriffe bedeuten, die aus den Mündern der Teenager sprudeln? Keine Sorge, hier gibt es die Aufklärung.

Was hat der neue Freund Ihrer Tochter mit einem Hund zu tun?

Wenn die Tochter ihren neuen Freund als jemand mit „Golden Retriever Energy“ beschreibt, ist das ein gutes Zeichen und als Elternteil kann man beruhigt sein. Denn: Es bedeutet, der Freund sei extrovertiert, süß, aufmerksam und begeisterungsfähig – eben wie der süße Vierbeiner. Es beschreibt einen jungen Mann, der also eher wie ein fröhlicher Hund als eine verschlossene Katze wirkt. Das würde man dann nämlich „Black Cat Energy“ nennen – ist doch klar, oder?

Ick – Ein Date-Killer

Der Begriff „Ick“ wird aktuell durch die neue Netflix-Show „Nobody Wants This“ befeuert. Dabei geht es nämlich um einen Makel, der einem am neuen Partner auffällt. Der „Ick“ trifft dich unerwartet. Plötzlich gibt es etwas an der besseren Hälfte, was man wirklich gar nicht sexy findet. Es beschreibt das Gefühl, was einen innerlich zusammenzucken lässt, sollte der neue Freund oder das Date etwas machen, was einem nicht gefällt.

Aura – Die unsichtbare Macht

„Aura“ ist nicht unbedingt ein Fremdwort. Es beschreibt die Ausstrahlung einer Person, die den Raum dominiert. Aber natürlich ist es nicht so einfach, denn: Ein Missgeschick, wie gegen eine Glastür zu laufen, und schon ist die Aura dahin. Jugendliche könnten dann spöttisch von „-1000 Aura“ sprechen.

Brain Rot – Das Hirn im Social-Media-Wahn

„Brain Rot“ beschreibt den Zustand, wenn das Gehirn von endlosem Scrollen in sozialen Medien verrottet. Wer anfängt, Donald Trump als „sus“ für suspekt zu bezeichnen, ist möglicherweise betroffen. Ein Phänomen, das viele Eltern bei ihren Kindern beobachten.

Brat – Stolz aufs Chaos

Was letztens noch der „Hot Girl Summer“ war, wird heute von dem Wort „Brat“ (Zu Deutsch: Göre) ersetzt. Es wurde von Sängerin Charlie XCX ins Leben gerufen und steht für eine junge, laute und etwas verzogene Frauen. Man könnte es auch als Pendant zum „Bad Boy“ sehen. Sexy, verrucht und etwas ungehobelt. Bist du ein „Brat Girl“, dann willst du das Leben genießen, ohne Rücksicht auf Verluste. Wer auch „brat“ ist? Kamala Harris! Die Präsidentschaftskandidatin wurde oft mit diesem Begriff in Zusammenhang gebracht und auf TikTok gefeiert.

Cap und No Cap – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Mit „Cap“ ist hier nicht wie üblich die Kappe gemeint, es bedeutet Lüge, während „No Cap“ das Gegenteil ausdrückt. Wer also sagt: „Mama, ich habe eine 1 in Mathe, No Cap“, meint es ernst – so unglaublich es auch klingen mag.

Doomscrolling – Im Strudel der schlechten Nachrichten

„Doomscrolling“ beschreibt das endlose Konsumieren von schlechten Nachrichten. Wer abends nur kurz Twitter checken wollte und sich plötzlich Stunden später in einem Strudel negativer Schlagzeilen wiederfindet, hat gedoomscrollt.

Fanum Tax – Wenn der Teller leer bleibt

Der Slang der Gen Alpha (2010–2024) wird oft von Streamern geprägt, wie auch der Begriff „Fanum Tax“. Er stammt vom US-amerikanischen Streamer Fanum und dem englischen Wort „Tax“ für Steuern. Fanum bedient sich regelmäßig am Essen seiner Gäste und „besteuert“ sie. Wenn Kinder sich gegenseitig Essen klauen oder statt eines kleinen Bissens fast alles aufessen, sagen sie daher: „Fanum Tax.“

Mewing – Der Kieferorthopädie-Trend

Was früher das „Duckface“ war, könnte bald das „Mewing“ sein. Es ist eine Technik, bei der die Zunge am Gaumen ruht, um angeblich das Gesicht zu formen. Obwohl pseudowissenschaftlich, wird es meist ironisch verwendet. Bedeutet: Die Jugendlichen wissen eigentlich, dass das nicht so wirklich funktioniert.

Nein, Pascal, ich denke nicht! – Humorvolle Ablehnung

Diese Phrase wird genutzt, um humorvoll etwas abzulehnen. Wenn Eltern vorschlagen, zusammen etwas zu unternehmen, könnte die Antwort lauten: „Nein, Pascal, ich denke nicht.“ Ein Ausdruck jugendlichen Widerstands. Wer Pascal ist? Bekannt wurde er durch die Scripted-Reality „Hilf mir! Jung, pleite und verzweifelt“ auf RTLZWEI, wo der Satz schon gefallen ist – und hat scheinbar eine ganze Generation geprägt.

Very demure – Zurückhaltend und wohlerzogen

„Very mindful, very demure“ ist ein TikTok-Trend, der es sogar bis ins Weiße Haus geschafft hat. Er beschreibt eine zurückhaltende, wohlerzogene Haltung. Du sagst die Party ab, weil du morgen früh raus musst? „Very mindful, very demure“ von dir. Auch Joe Biden ist „very mindful, very demure“, wie auf TikTok zu sehen war.

Yolo – Der Klassiker kehrt zurück

„Yolo“ – wer kennt es nicht? Schon seit Jahren ist es in den Listen der Jugendsprache vertreten. Es steht für „You only live once“ und ermutigt dazu, das Beste aus dem Leben zu machen. Damit kann wohl jede Generation was anfangen, oder? Es ist aber nicht nur ein Lebensmotto, es ist auch eine tolle Ausrede für alles. Bei der Firmenfeier ein bisschen zu tief ins Glas geschaut? YOLO! Es taucht immer wieder auf und wird oft ironisch verwendet, etwa um zu rechtfertigen, warum man nur fünf Stunden geschlafen hat.

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