drive & thrive · Ahura Mazda

Mazda fährt seinen eigenen Weg. Seit 1920.

Mazda fährt seinen eigenen Weg. Seit 1920.
Mazda Mazda fährt seinen eigenen Weg. Seit 1920.
Erschienen
Lesezeit3 Min · 647 Wörter

Der CX-30 ist das Ergebnis von über 100 Jahren Eigensinn. Kein Trend mitgemacht. Kein Kompromiss eingegangen. Und das merkt man — auf eine gute Art.

Hiroshima, 1920. Jujiro Matsuda baut Korkersatz. Als echter Kork den Markt zurückerobert und das Geschäft wegbricht, stellt er auf Maschinen um. Dann Dreiradlastwagen. Dann Autos — und nennt sie Mazda, nach Ahura Mazda, dem persischen Gott des Lichts. Der Name passt auch deshalb so gut, weil er klingt wie Matsuda. Dieser Mann hatte Stil.

Wie aus dieser Korkfabrik einer der eigensinnigsten Autobauer der Welt wurde, war keine lineare Erfolgsgeschichte. Es war eine Reihe von Entscheidungen, die auf dem Papier seltsam aussahen — und in der Praxis jedes Mal funktionierten.

DAS ÜBERLEBENSPRINZIP

Als die Bombe 1945 auf Hiroshima fällt, werden die Mazda-Werke zum Notlazarett. Noch im selben Jahr laufen wieder Nutzfahrzeuge vom Band. Diese Sturheit — niemals aufgeben, auf eigene Art lösen, nach Herausragendem streben — ist keine Unternehmensphilosophie, die irgendwann von einer Agentur formuliert wurde. Sie ist das Ergebnis von 1945.

1967 baut Mazda den Cosmo Sport 110 S: den ersten Serienwagen der Welt mit Zweischeiben-Kreiskolbenmotor. Alle anderen setzen auf Hubkolben. Mazda nicht. 1989 kommt der MX-5 — ein leichter, günstiger Roadster, als das Segment schon für tot erklärt worden war. Heute ist er der meistverkaufte Zweisitzer aller Zeiten. 1991 gewinnt Mazda als einziger japanischer Hersteller die 24 Stunden von Le Mans. Jedes Mal setzt Mazda auf etwas, das niemand sonst will. Jedes Mal hat Mazda recht.

DER CX-30: KEIN AUFREGER. ABSICHTLICH.

2025 tauscht Mazda beim CX-30 den Basismotor aus — und macht dabei etwas, das in der Branche niemand mehr tut: mehr Hubraum. Ein 2,5-Liter-Saugbenziner als Einstiegsmotor, kein Turbo, dafür ein 24-Volt-Mildhybrid und Zylinderabschaltung. Mazda nennt das Rightsizing. Die Konkurrenz schrumpft seit Jahren Motoren und pusht Verbräuche auf dem Papier nach unten. Mazda geht den anderen Weg — und landet im realen Testbetrieb bei ähnlichen Werten, mit deutlich besserer Laufkultur.

Wer täglich Auto fährt, merkt den Unterschied zwischen einem Turbomotor, der auf Lastwechsel reagiert wie ein müder Praktikant am Montagmorgen, und einem Sauger, der einfach läuft. Seidig, vorhersehbar, ehrlich. Das Head-up-Display ist ab Basis serienmäßig. Die Materialien innen sind weich, wo andere Hartplastik verbauen. Sechs Jahre Garantie. Unter 30.000 Euro.

Der CX-30 ist das Ergebnis von über 100 Jahren Eigensinn

WAS DU WIRKLICH WISSEN MUSST

  • 1920: Korkersatz-Fabrik in Hiroshima. Jujiro Matsuda nennt seine Autos nach dem persischen Lichtgott — und weil der Name klingt wie sein eigener.
  • 1945: Die Fabrik überlebt die Bombe als Notlazarett. Noch im selben Jahr läuft die Produktion wieder.
  • 1967: Cosmo Sport 110 S — erster Serienwagen mit Kreiskolbenmotor. Alle anderen: Hubkolben. Mazda: egal.
  • 1989: MX-5. Meistverkaufter Zweisitzer aller Zeiten. Gebaut, als das Segment für tot erklärt worden war.
  • 1991: Le-Mans-Sieg. Einziger japanischer Hersteller, der das je geschafft hat.
  • 2025: CX-30 bekommt 2,5-Liter-Sauger als Basismotor. Preis ab unter 30.000 €. Garantie: 6 Jahre. ADAC: 2,3.

WARUM DAS ZUR ZEIT PASST

«Authentisch» ist das wohl am häufigsten missbrauchte Wort in jedem Brand-Deck. Jede zweite Marke behauptet, sie stehe für etwas. Die meisten meinen damit: ein gutes Storytelling-Konzept. Mazda ist eine der wenigen Ausnahmen — nicht, weil das Unternehmen besonders gut kommuniziert, sondern weil es eine wirkliche Geschichte hat.

Der CX-30 ist nicht das aufregendste Auto in dieser Preisklasse. Der Fond ist eng. Das Infotainment könnte frischer sein. Aber er ist eines der wenigen Autos, das eine klare Haltung hat und diese nicht verbiegt. Das ist selten. Und in einer Zeit, in der SUVs mit drei Touchscreens und acht Assistenzsystemen ausgeliefert werden, die sich alle gleich anfühlen — geradezu erfrischend.

Mazda baut Autos für Leute, die wissen, was sie wollen. Und die keine Angst haben, der Einzige im Parkhaus zu sein, der keinen deutschen Premiumhersteller fährt. Das ist absolut kein Nachteil.

100 Jahre Eigensinn. Kein Turbo. Sechs Jahre Garantie. Unter 30.000 Euro. Wer bei Mazda kauft, kauft nicht das angesagteste Auto — er kauft ein ehrliches Auto.

Energieverbrauch kombiniert: e-Skyactiv G 140: 6,0–6,5 l/100 km, CO₂ 135–147 g/km, Klasse D–E. Skyactiv X AWD: 6,2–6,6 l/100 km, CO₂ 138–147 g/km, Klasse E. Alle Angaben nach WLTP.

Portrait Susie von den Stemmen

Susie von den Stemmen

Mit über 30 Jahren Erfahrung in den Medien hat Susie eine vielseitige Karriere als TV-Redakteurin, Print- und Online-Journalistin verbracht. Ihr Fokus liegt auf Kultur, Auto- und Lifestylethemen, in denen sie eine umfassende Expertise aufgebaut hat. Diese Tätigkeiten haben ihr die Möglichkeit eröffnet, faszinierende Orte zu bereisen und ein umfassendes Netzwerk im Bereich der Persönlichkeiten hinter den Marken und VIPs aufzubauen. Susies beruflicher Werdegang begann nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften und Germanistik mit einer ersten Berufsstation beim Disney Club (ARD), gefolgt von Redaktionsarbeiten für Gottschalk Late Night (RTL) und Jay Leno (NBC Los Angeles). Sie hat zahlreiche Fernsehaufträge für verschiedene Sender durchgeführt, darunter die Produktion von TV Beiträgen, Leitung von Studioredaktionen und die Akquise von Neugeschäft. Nachdem sie mit ihrer Familie nach Hamburg gezogen ist, hat sie ihre Karriere im Printbereich gestartet, zunächst bei Park Avenue für Gruner & Jahr und später bei Gala und anderen renommierten Titeln. Als VIP-, Automobil- und Kultur-Beauftragte hat sie weiterhin die Welt bereist, ihr Netzwerk ausgebaut und ihre Leidenschaft für die Auto-, Reise- und Genussszene vertieft. Aktuell leitet sie das Office! von den Stemmen in Hamburg und München. Kunden waren und sind: Bild, Cosmopolitan, Travellers World, Ramp, Audi Magazin, Air Tours, Lufthansa Magazin, DB Magazin, Tagesspiegel, Myself, Zeit Online, Instyle Men und nun auch Business Punk. Neben ihrem Wohnsitz in Hamburg ist sie dank ihrer Porsche Rennlizenz weltweit im Einsatz, um fesselnde Geschichten rund um Automobilität, Kultur und Lifestyle zu generieren.