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Nachfrage nach E-Autos sinkt: Umfrage offenbart den Grund

E-Ladesäule
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Elektroautos kämpfen mit Akzeptanzproblemen. Eine Umfrage zeigt: Viele sind noch nie E-Auto gefahren. Die Nachfrage sinkt seit dem Stopp der Kaufprämie.

Elektroautos sind in aller Munde, doch der große Durchbruch lässt auf sich warten. Trotz der Versprechen, die Umweltbelastung zu verringern, gibt es immer noch Vorbehalte. Eine aktuelle Umfrage offenbart, dass viele Menschen noch nie hinter dem Steuer eines E-Autos saßen. Diese mangelnde Erfahrung könnte der Schlüssel zu den Akzeptanzproblemen sein.

Das Erfahrungsdilemma: Wer fährt, der mag‘s

Die Umfrageergebnisse der Huk Coburg zeigen deutlich: Die persönliche Erfahrung mit Elektroautos beeinflusst die Meinung stark. „Der Schlüssel zur Akzeptanz und Verbreitung von Elektroautos in Deutschland hängt ganz offensichtlich von der persönlichen Erfahrung ab“, so Jörg Rheinländer von der Huk laut „Focus“. Von denjenigen, die bereits ein E-Auto gefahren sind, bewerten 82 Prozent die Erfahrung positiv. Doch 68 Prozent der Befragten haben noch nie in einem E-Auto gesessen, was die Vorurteile weiter nährt.

Die Bremse im System: Kaufprämie gestoppt

Die Begeisterung für Elektroautos in Deutschland hat einen Dämpfer erhalten. Seitdem die Bundesregierung den Umweltbonus für Elektroautos Ende 2023 gestrichen hat, ist das Umstiegstempo drastisch gesunken. Laut der Analyse der Huk Coburg, die „Fokus“ vorliegt, stieg der Bestand an reinen Elektrofahrzeugen im letzten Quartal des vergangenen Jahres nur noch um 0,1 Prozent – der niedrigste Wert seit Ende 2020. Ein klares Signal, dass finanzielle Anreize eine entscheidende Rolle spielen.

Starnberg als Vorreiter: Der ländliche Vorteil

Interessanterweise führt nicht eine Großstadt, sondern der wohlhabende Kreis Starnberg die Liste der E-Auto-Nutzer an. Mit einer Quote von acht Prozent im letzten Jahr zeigt sich hier ein klarer Trend: Auf dem Land, wo Einfamilienhäuser und private Ladesäulen dominieren, ist der Umstieg auf Elektrofahrzeuge attraktiver. In den 20 größten Städten Deutschlands sind die Zahlen hingegen uneinheitlich. Frankfurt verzeichnete die höchste Umstiegsquote mit vier Prozent, während Dresden mit 2,3 Prozent das Schlusslicht bildet.

Verhaltene Nachfrage: Zahlen sprechen Bände

Ein Blick auf die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigt: Im Oktober 2024 waren in Deutschland etwa 1,6 Millionen vollelektrische Autos zugelassen. Die ursprüngliche Zielsetzung der Ampel-Koalition, bis 2030 ganze 15 Millionen E-Autos auf die Straßen zu bringen, scheint in weiter Ferne. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres entschieden sich nur knapp vier von hundert Autobesitzern für ein reines Elektrofahrzeug. Anfang 2023 lag diese Quote noch bei fast sieben Prozent.

Ein internationaler Vergleich: Norwegen als Vorbild

Während Deutschland mit Akzeptanzproblemen kämpft, zeigt Norwegen, wie es geht. Hier liegt der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen bei beeindruckenden 89 Prozent. Experten führen dies auf die umfassende staatliche Förderung der E-Mobilität zurück. Ein Modell, das in Deutschland auf Widerstände stößt, aber vielleicht überdacht werden sollte.

Der Weg zur E-Mobilität

Elektroautos sind zweifellos ein wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundlicher Mobilität. Doch ohne die nötige Erfahrung und Unterstützung bleiben viele potenzielle skeptisch. Das vielleicht größte Problem der Autobauer ist aber, dass hinter der Entscheidung, ob man Verbrenner oder Elektro fährt, mittlerweile eine feste Grundüberzeugung steht, die sich nur schwer beeinflussen lässt.

Die Politik hat es in den vergangenen Jahren geschafft, den Kraftfahrzeugmarkt durch Ideologien von der „perfekten Antriebsart“ in zwei Lager zu spalten. So können weder die Vor- noch die Nachteile der beiden Antriebsarten objektiv miteinander verglichen werden.

Umso bemühter zeigen sich einige Hersteller, ihre E-Autos ohne den viel zitierten Umwelt-Aspekt zu vermarkten. Am Ende scheint diese Strategie auch am sinnvollsten, denn: Ein Auto ist ein Fortbewegungsmittel, das praktisch, zuverlässig und kosteneffizient sein soll. Alles andere ist nachrangig, die Preis-Leistung ist für den Kauf ausschlaggebend.

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