Oxfam-Bericht zeigt: Reiche verbrauchen 15-mal mehr CO2 als arme Menschen
Wir alle wissen um die Klimakrise und spüren auch in Deutschland die Auswirkungen. Deshalb packen wir Obst und Gemüse nicht mehr in Plastiktüten, versuchen öfter mit der Bahn zu fahren oder trinken den Coffee To Go im wiederverwendbaren Becher. Doch eigentlich sind wir nicht das Problem – denn die reichsten Deutschen verbrauchen bis zu 15-mal mehr CO2-Emissionen als die Normal- und Geringverdienenden.
Der kürzlich vorgestellte Bericht „Climate Equality: A Planet for the 99 Percent“ von Oxfam macht eine erschreckende Tatsache deutlich. Denn so viel Mühe wir uns in Sachen Umweltschutz und Konsumreduzierung geben – es liegt an den Reichen dasselbe zu tun. Mehr Geld bedeutet dem Bericht zufolge nämlich auch mehr CO2-Emissionen durch große Häuser, lange Flugreisen oder luxuriöse Jachten.
2019 verursachte das reichste Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner in Deutschland insgesamt 83,3 Tonnen CO2-Emissionen pro Kopf. Menschen der ärmeren Hälfte der Bevölkerung verbrauchten hingegen lediglich 5,4 Tonnen CO2-Emissionen pro Kopf. Reiche sind demnach für die Produktion von mehr als 15-mal soviel CO2 verantwortlich.
Manuel Schmitt von Oxfam erklärt, dass die Ursache dieser Zahlen im extremen Konsum der Reichen liegt. Arme Menschen können sich schlicht den Luxus in Form von klimaschädlichen Flugreisen oder gar Privatjets nicht leisten und verursachen deshalb auch weniger CO2-Emissionen.
Für Oxfam sind an dieser Stelle neue Steuern notwendig, sowohl für klimaschädliche Konzerne als auch für die anderen Klimakiller in Form der Superreichen. Das würde auch mehr finanzielle Mittel zum Übergang zur erneuerbaren Energie verfügbar machen. Doch Oxfam sagt auch, dass es ein Umdenken in den Köpfen der Menschen braucht. Das heißt: Reduzierung des Konsums und weniger Ausbeutung der natürlichen Ressourcen auf der Erde.